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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1879-01-01 · IV. (1879) · page 177

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
IV. (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 177)
Language
German
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170 interessante halachische Urkunde bisher nur wenig beachtet. Den älteren Talraudgelehrten blieb sie fast ganz unbekannt. — Jesaia Berlin führt einmal eine Stelle aus derselben an (s. Zuns die Ritus S. 83 A. d.) — und auch von neueren Literaturforschern wurde blos gelegentlich Einzelnes von ihrem Inhalte besprochen. Der Verfasser dieser Schrift hat sich nun der dankenswerthen Mühe unterzogen, sie nebst zwei handschriftlichen Texten, in denen Manches correcter gegeben ist, von Neuem zu ediren und die zumeist ohne alle Begrüugung hingestellten Angaben durch eingehende Erläuterungen klarzumachen. Er ist mit fast lückenloser Sachkenntnis an seine Aufgabe herangetreten. Sowol in den Vorbemerkungen (S.* 2—10), in denen die literaturgeschichtliche Stellung dieser Schrift nach allen Richtungen hin besprochen wird, als auch in den Erläuterungen zu den einzelnen Stücken, in welchen der Inhalt derselben mit den einschlägigen Discussionen in der talmudischen wie in der späteren halachischen Literatur verglichen wird, wird Alles beigebracht und für den Gegenstand verwertet, was darin nur hiefür geboten ist. Besondere Berücksichtigung hätte eine Stelle in Likkute Pardes (Ed. Amsterdam 14a) verdient, aus welcher wir den eigentlichen Namen des Differenzenverzeichnisses kennen lernen. Dieselbe lautet: .נהגו להשליך הערלה בחול כמו שמצינו בפיר1קא] ד חלוקת א בני ארץ ישראל מוהלין. במים משום רבת׳ וארחצך במים ימשליכין את העורלה במים ־בני בבל מוהלין בעפר משום רבתי גם את וגו׳ מבור!אץ מים בו ועתה מביאין הול לקיים רברי שניהם שחול נקרא עפר ומים וכי׳ (vgl. auch Jereim No. 19, Piske Rekanate No. 599 und zu den S. 19 angeführten Stellen Tanja No. 93). Hier wird der Brauch der Palästinenser zuerst dargestellt. Diese Ordnung wurde vielleicht später geändert, weil von manchen Gesezeslehrern dem der Babylonier der Vorzug eingeräumt wurde. *) Man kann nach dieser Bezeichnung der Quelle auch annehmen, dass man die Kenntniss der babylonisch-palästinischen Differenzen nicht gerade aus Juda Barzeloni’s Ritualwerk schöpfte, wie P. Frankl (Grätz’s Mtsschr. und 47 der palästinische Brauch zuerst dargestellt wird, wie in No. 1—19. In dieser Recension werden zumeist die Bräuche zuerst erwähnt, die erschwerender Art sind oder eine längere Zeitfrist gelten lassen. Durchgehends sind freilich auch diese Gesichtspunkte nicht beobachtet worden. *) Vgl. Schaäre Dura No. 78, wo es heisst: ור' אליעזר מטוך כחב רחמאה היא מנוייה כחלוק בני . כבל וכני א״י ,ב״ב אומרים שחמאת גוי סותר שאינו מקבל טימאה (פי/ שחלב בהמה טמאה אינה נעשית חמאה) ובני א״י אומרים שחמאת גוי אסורה מפני חלב שחלבו גוי ואין ישראל רואו־,ו ומשום בשולי גוי׳ ומשום תערובות חלב טמא ובכל מקום שנחלקו בר, בני בבל ובני א״י אנו נוהגים כב״ב- Der babylonische Brauch herrschte im 10. Jahrhunderte noch in Nordafrika, wurde aber damals aus besonderen Gründen abgeschafft (vgl* Resp. Meir b. Barucb Ed. Lemberg No. 193 u. Taschbez No. 354.),

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