Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IV. (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 175)
- Language
- German
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168 dem Citate bei Isak Abuab (Leichter No. 186) ist liier nämlich noch einzuschaitcii: 32 ,31 ונאמי־ בחוץ לא ילין גר דלתי לאורח אפחח!. Demnach entspricht das Wort לרווחה hier dem לאורח der Scliriftstelle, die als Beleg angeführt wird. Es bedeutet also ״gegen den Weg hin“ ״zur Strasse hinaus“. Nach Maimuni’s Erklärung zu Abot 1. c. שיהא לך שער פתוח לדרך חולבי דרכים ist sogar anzunehmen, dass hier auch eine LA. לארוחה vorhanden war, welches Wort dann als eine Nebenform von ארח anzusehen wäre, — Mit Recht wird in Hilleis Ausspruche (1, 12) ein prägnanter Hinweis darauf, dass nicht die priesterliche Abstammung, sondern das priesterliche Thun Würde verleihe, gefunden. Die Fassung הוי מתלמידיו של אהרן אוהב שלום וב' scheint, da הוי אוהב שלום ור־ auch die gleiche moralische Mahnung ausgedrückt hätte , recht absichtlich darauf angelegt zu sein, diesen Gedanken hervortreten zu lassen. Geistvoll ist die Erklärung des Hillel’schen Ausspruches I, 13 aus den Zeitverhältnissen (S. 300). Der lezte Theil desselben wird in diesem Tractate von einem jüngeren Mischnalehrer als Beleg dafür angeführt, dass man die Thora nicht zur Krone mache; mit der man sich ein Ansehen giebt(4, 0). Das ist die älteste Interpretation dieses Ausspruchs. Das במי ששונה הלכות (Meg.28b) hat Reifmann sehr richtig auf eine Textirung וראשתמש בתנא חלף zurückgeführt (Hakarmel 6, S. 110).— Befremdlich ist es, dass der Yerf. in dem Ausspruche des R. Elasar 23 ,3) חססא) eine gegen die Halacha gerichtete spöttische Aeusserung erblicken möchte (S. 344). Dieser Ausspruch, dessen erster Theil auch in Abot di R. Natan (c. 27) angeführt wird, steht ohne Zweifeizu anderen Meinungen, die über die wesentlich halachischen, durch die Schrift nicht erwiesenen Gesetzesleliren ausgesprochen wurden, in Be- Ziehung. In Ab. d. R. N. 1. c. reiht sich demselben ein diesbezüglicher Ausspruch desR. Jochanan b. Sakkai an:(*(? ריב״ז אומר ההלכות (האהלות יהטהרות והנידות (והמרות •1*) והקינין הן הן גופי תורה, In der Mischna (Chag. 1, 10) werden im Anschlüsse an eine gelegentlich angeführte Schriftauslegung des R. Simon b. Jochai mehrere Arten von Halacha’s genannt, zwischen denen nach der Möglichkeit ihrer Begründung durch das Schriftwort ein Unterschied gemacht wird. Damit hängen Chag. 2, 1 u. 2(in lezterer Mischna wird nämlich über die Zulässigkeit der freieren Schriftauslegung gestritten vgl. Jahrb. 3, S. 57) zusammen. Ausführlicher ist hier die Tosefta, (Chag. I,Ende) wo in den lezten Theil der Mischna der Zusatz: מוסף עליהן הערכין והחרמים והתקדשות מקרא מרובה מררש [מרובה] והלכות מרובות eingeschaltet ist. Wahrscheinlich steht der Ausspruch des R. Elasar חססא in directem Zusammenhänge mit dem in Ab. di R. Nat. angeführten Satze des R. Jochanan b. Sakkai. Er stimmt ihm nämlich bei, dass נדות וקינין a*s גופי הלכות zu betrachten seien, meint jedoch, dass auch die Kenntniss der י תקיפות יגימטריאית die er selbst besass und die bekanntlieh auch R. Jochanan b. Sakkai zugeschrieben wurde (Succa 28 a), nicht zu *) Vgl. Chag. 11, a 8 תנא נגעים ואהילות מקרא מועט יהקבוח מרובות. auch Synh. 67b und J. Brüll Einl. in d. Mischna S. 275.