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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1879-01-01 · IV. (1879) · page 172

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
IV. (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 172)
Language
German
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165 rcn an gehört) darf man nur als Schreibfehler ansehen. — Eine nicht zu unterschätzende Gabe ist die ״Jüdische Gesehichte von 1830 bis zur Gegenwart“ (S. 146-273), an der der Verfasser in hervorragender Weise mitgewirkt hat. Auch die Literaturbriefe aus dem Jahre 1853 (277- 369), die der Verf. selbst für die 0Öffentlichkeit bestimmt hat is. Vorbericht vom 28. Nov. 1866), enthalten zumeist Charakteristiken neuerer jüdischer Schriftsteller. Geiger bewährt sich hier wie in seinen unvergleichlichen Recensionen als ein Meister der Kritik, vgl. besonders S. 347—350. Ein höchst wichtiges, leider nicht ganz zur Vollendung gelangtes Werk enthält der vierte Band, nämlich eine ״Einleitung in die biblischen Schriftenw. Zwar ist Vieles von dem hier Dargebotenen bereits durch andere Schriften und Aufsätze des Verfassers bekannt geworden, dennoch begegneu wir hier vielen neuen Wahrnehmungen, welche das Frühere ergänzen und auf Unbekanntes den Blick hinlenken. Sehr gründlich wird die Beschaffenheit des Textes wie auch der Charakter der einzelnen Schriften besprochen. Das Buch trägt schon als eine zusammenfassende Behandlung dieser Fragen seinen Wert in sich, der aber dadurch, dass hier Manches erst die rechte Beleuchtung erhält, um ein Bedeutendes erhöht wird. Es würde uns hier zu weit führen, wenn wir alle die Ansichten, die der Verf. in demselben vorträgt und begründet, einer eingehenden Prüfung unterwerfen wollten, es möge daher nur auf wenige Einzelheiten hingewiesen werden, zu deren Besprechung hier Anlass gegeben ist. Die Eintheilung der Psalmen in fünf Bücher wird nicht blos in späteren Iiaggaden erwähnt, wie S. 6 angegeben wird, sondern auch in einer aus dem Zeitalter des Patriarchen R. Juda I. stammenden Erzählung (Kid. 33a) bereits als bestehend vorausgesezt. Die Worte: שני חומשי□ שניתי לן בספר תהלי□» die einem Sohne des genannten Patriarchen angehören, lassen erkennen, dass das Psalmbuch schon zu dieser Zeit einen Pentateuch bildete. — Ueber die Bedeutung, die נקודה im Talmud hat (S. 20j, ist auch j. Chag. 2, 2 zu vergleichen, wo mit diesem Worte ein Häkchen, das zur Form eines Buchstaben gehört, bezeichnet wird. Für בעול צ ו של מעלה ב עוקצו של אחריו . (Gen. rab. e. 1) hat j. chag. 1. c. . .. בנקודה בנקודה שלאחריו lvgl• das Weitere daselbst und Pesikta rab. c. 21). In gleichem Sinne ist wol auch אפילו נלודה אחת (Midr. Sam. c. 23) zu nehmen. — Zu S. 23 wäre hinzuzufügen, (lass auch die einzelnen Capitel des Psalmbuches פרשה hiessen (vgl. Beraeh. 10 a, Gen. rab. c. 8 u. a. St) — Für den bekannten Bericht משה בתב □פרו ופרשת בלע□ ואיוב (Bab. bat. 14 b. vgl. j. Sotas’s), der S. 23 angeführt wird, wäre gerade von Seiten des Verfassers eine nähere Erklärung erwünscht gewesen. Es scheint, dass Num. 22, 2—24, 25 als eine besondere Schrift betrachtet wurde. Diese Partie, iu welcher Moses Name gar nicht vorkömmt und überhaupt von den Israeliten selbst nichts erzählt wird, würde, wenn man sie aus dem Texte sich hinwegdenkt, keine merkbare Lücke zurücklassen. In der nachchristliehen Zeit erhielt dieselbe eine besondere Bedeutung. Bileam wurde, wie bereits mehrfach nachgewiesen wurde, eine typische Bezeichnung für Jesus

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