Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IV. (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 170)
- Language
- German
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— 163 — lassen wurde, gehören einzelne Broschüren und Aufsätze an, die durch spätere Arbeiten des Verfassers entbehrlich gemacht wurden oder solche, die nur temporäre Bedeutung hatten und bei dem Raummangel, der selbst bei dieser ziemlich weit angelegten Sammlung sich fühlbar machte, wegbleiben mussten Unter den wissenschaftlichen Monographieen vermissen wir die über Leo da Modena (Breslau 1856), die der Yerf. selbst besonderer Aufmerksamkeit empfohlen haben wollte (s. Stein, isr. Volkslehrer 5, S 396—399). Die Abhandlungen über die nordfranzösische Exegetenschule sind wol mit Rücksicht darauf, dass auch dann die hebräischen Texte, die ein notwendiges Correlat zu ihnen bilden, hätten mitgedruckt werden müssen, nicht wieder veröffentlicht worden. Diese waren aber auch den aufgenommenen Abhandlungen, soweit sie in der ersten Ausgabe von solchen begleitet waren, beizugeben oder doch wenigstens in den hebräischen Band einzureihen, da sie zumeist der Darstellung zu Grunde gelegt sind und der Leser ohne Einsicht in die Documente, auf welche sie sich stützt, ihr nicht das Interesse abgewinnen, ja oft nicht einmal das Verständniss entgegenbringen kann, durch welches er das Geleistete zu würdigen vermag. Es soll übrigens nicht geläugnet werden, dass auch diese Arbeiten in der Gestalt, in der sie uns hier vorliegen, wiederum ihren besonderen Wert haben, da jede derselben Aenderungen und Zusätze aufweist, die von der Hand des Verfassers herrühren. Tritt der Wert derselben freilich in der Biographie Jehuda Halewi's (III, 97 ff.) dadurch, dass die Nachweise weggelassen wurden, nicht in das volle Licht, so giebt es sich doch in den Aumerkungen zu den Studien über Mose Maimuni deutlich zu erkennen, wie der Verf. dieses Werk stets zu ergänzen bemüht war, vgl. z. B. S. 47, A. 9, S. 76, A. 17, S. 83, A. 31 u. a. An lezterem Orte spricht Geiger die sehr richtige Vermutung aus, dass der in Schitta zu Ketubot 70 a, s. v. מאי אין erwähnte רבי יצחק סחאב סראג mit Isak Ibn Ghajjat identisch ist, doch bedarf die in Parenthese eingeschaltete Bemerkung סחאבמ *st: wohl fehlerhaft und soll wohl צאהב 2אתב heissen“ der Berichtigung. An dem Beinamen, den R. Isak hier hat, ist im Wesentlichen nichts zu ändern, da er in Schitta 1. c. s.v. דך)א fast in ebenderselben Gestalt erscheint (ר' יצחק סחאב אל סראגי)• offenbar ist סהאב אל סראגי ancteres als das hebräische בעל המאור oder יבעל הנר wie es *n dem vorliegenden Falle übersezt werden müsste. Der Titel המאור für Werke, die halachische Erläuterungen zum Inhalte haben, kömmt auch in späterer Zeit noch vor. Ein Buch dieses Namens verfasste Samuel םימ׳ ] > e*n Schüler Ascher b. JechiePs (vgl. Resp. מבי׳ט I» 177, 219, II, 22). Was nun an wissenschaftlichem Materiale hier den Lesern vorenthalten wurde, ist ihnen durch die Veröffentlichung einer ganzen Reihe von ansehnlichen und wertvollen Werken des Verfassers, die sich in seinem Nachlasse befänden, wie auch seines sehr interessanten Tagebuches und Briefwechsels reichlich ersezti worden. Schon der zweite Band bietet nur Schriften, die früher nicht im Druck erschienen waren. Einer ״Einleitung in das Studium der jüdischen Theologie“ (S. 4 31)schliesst sich die auch in Sonderabdruck 11*