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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1879-01-01 · IV. (1879) · page 162

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
IV. (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 162)
Language
German
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155 scheint מוסר dem grieeh. nuiönu zu entsprechen. S. Sachs, dem die Belegstellen aus Kusari bekannt sind, erklärt מוסך a^s eine irrtümlich für מדות gebrauchte Bezeichnung (Ker. Chemed 8, S. 64). Al־Hazza1* nennt die Wissenschaften im Allgemeinen □החכמות והמוסרי (Hehr. Bibi. 14, S. 41). Dafür, dass הכמת המוסר hei Bachja die Kunst der Wissenschaftliehen Beweisführung bedeutet, zeugt auch seine Auffassung der Worte ומוסר השכל (Spr. 1, 3) s. B. d. Hzfl. Ed. Jellinek p. 79. — Das S. 108, A. 4 nachgewiesene □איני איומר שהוא למטה ן hat auch Salomon 42 b^ Es scheint jedoch, dass auch dies nicht die ursprüngliche Gestalt des Textes gewesen ist. Es soll wahrscheinlich heissen אני אומר שהוא אינו למטה מן הנביאי□• Man muss demnach annehmen, dass auch im Original eine Negationspartikel ausgefallen ist. — Den Ausdruck מחיצה für die Scheidewände, welche den Propheten an der Beschauung der Gottheit verhindern, (Absch. 7, s. S. 113, A. 5) hat auch Alpharabi (Principien S. 41, auch in Duran’s 74 מגן אבות h angeführt), wie denn überhaupt dessen Theorie von dem Prophetentume Maimuni beeinflusst hat. Auf die Darlegung der Lehren Maimunis über die Grundlagen, Riehtungen und Ziele des sittlichen Lebens, der S. 120 — 123 eine Erklärung der zur Bezeichnung ethischer Objecte und Eigenschaften gebrauchten Ausdrücke sich anschliesst, folgt in dem zweiten Theile ״die Ethik im Besonderen“ (123—150) eine systematische Zusammenstellung der einzelnen von Maimuni aufgestellten Tugendlehren. Für eine sachgemässe Gruppirung war ein Anhaltspunkt in den Quellen nicht gegeben. Der Vert. musste hier nach eigenem Plane arheiten und in der That hat er es verstanden, aus den zerstreuten Aeusserungen ein in sich zusammenhängendes Ganzes herzustellen. Die Quellen selbst setzen hier dem Verständnisse keine erheblichen Sckwierigkeiten entgegen;, obwol sie nicht ganz frei von Unklarheit sind. So musste im Comm. zu Abot, 1, 10 erst die richtige LA. ויונה wieder hergestellt werden (vgl. die Bemerkung in Ha-Maggid II, S. 126). — Die Unterscheidung der viererlei Reden (S. 130, A. 3), wird auch in Meiri’s Comm. zu Spr. 10, 19 im Namen der ״Moralphilosophen1‘ mitgetheilt. Der Text hat hier eine andere Fassung. Maimuni ist die Quelle für Aboab (Leuchter No. 59). — S. 134 hätte in der Zusammenstellung der gegen den Aberglauben gerichteten Aeusserungen auch das vernichtende Urteil über diejenigen, die in die Mesusa’s Namen von Engeln, Heiligen und dergl. eintragen, (H. Tefillin 5. 4), besondere Erwähnung verdient. — S. 137 wird gezeigt, dass Maimuni ״sich nicht für unfehlbar erklärt“; das ist wol nicht zu bestreiten, doch beanspruchte er für Glaubenslehren, die er nachgewiesen, volle Anerkennung (vgl. d. Brief an d. Proselyten Obadja jn Kobez I, 34 b). — S. 141 war auch auf Kobez I, 146 (29 a) zu verweisen, wo Maimuni selbst den Schein des Hochmuts vermeiden zu wollen versichert. — Die musterhafte Probe von Demut, welche M. zu Abot 4, 4 aus einem Sittenbuche anführt, soll nach Duran (Comm. z. St.) auch in dem Buche der Herzenspflichten Erwähnung gefunden haben (כתוב pi כספר חובות הלבבות)• Sollte hier vielleicht eine irrige Reminiscenz aus

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