Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IV. (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 160)
- Language
- German
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153 wie auch cler Verfasser (S. 21, A. 9) nachweist, unterschoben ist. Dass der Autor dieses apokryphen Schreibens das Gleichniss von Sonne und Mond in Ihn Esras Comm. zu Exod. 23, 21 missverstanden habe, wie der Verf. annimmt, möchten wir jedoch bezweifeln. Er wollte eben in demselben eine tiefere Andeutung entdecken. Auch nach Josef b. Elieser (אהל יוסף zu Gen. 2, 8) verglich Ihn Esra mit der Sonne die Welt des Göttlichen, mit dem Monde die mittlere Welt, der die Engel, die Menschenseelen und die Planetengeister angehören (השפע היורד מעול□ השכל אל האור הבא מהשמש אל נשמת האדם כי השפע ההוא דומה כאשר בדרך משל (רמז כפ' משפטים בפסוק הנה אנכי• Ais die vorwiegende Aufgabe der jüdischen Ethik im Zeitalter Maimunis wird (S. 25, 30) die Vermittelung zwischen der philosophischen Moral der hellenisch-arabischen Weltweisheit und den ethischen Doctrinen der jüdischen Tradition hingestellt und, nachdem S. 30—33 die Schriften genannt sind, aus denen wir Maimunis Ethik kennen lernen, zur Darstellung dieser selbst übergegangen. In dem ersten Theile werden unter dem Titel ״die allgemeine Ethik“ die Begriffe und Ausgangspunkte der Maimunischen Morallehre, dann die Aufgaben und Ziele, die das sittliche Leben nach Maimuni haben soll, dargestellt. Hier musste sein System znm Theile erst construirt werden, da Maimuni selbst seine Theorien hierüber zumeist nur gelegentlich oder im Zusammenhänge mit Erörterungen, die auf ein anderes Gebiet gehören, vorgetragen hat. Andere Schwierigkeiten boten auch die Texte der Quellen, die in den Ausgaben nicht immer correct sind. Durch die Vergleichung der Lesearten in einer Handschrift und in alten Ausgaben, wie auch durch die stete Benutzung der von Pococke edirten arabischen Texte ist es dem Verfasse!* gelungen, manche irreführende Corruptel als solche zu erkennen und hinwegzuschaffen. Von wesentlichem Werthe ist der Nachweis, dass Maimunis Eintheilung der Seelenkräfte den ״Principien“ Alpharabi’s entnommen ist (S. 17 f.) Die Einheit der Seele (S. 46, A. 1) betont auch Josef lbn Zaddik (Mikrok. p. 25) mit den Worten: ולא יעלה על הרעת שהכחות האלו מפורדות זו מזו ושהאחת מהן במקום אחד והאחרת ממקום אחר אבל הם כוחות רוחניות חצובות מן הכהות הכוליות (הכלליות •1) שהם בעולם העליון• Es wurde auf diese Annahme ein besonderes Gewicht gelegt, weil man aus der Getheiltheit der Seelenkräfte darauf schliessen konnte, dass sie, da jede in einem besonderen Organe ihren Sitz hat, materieller Natur seien (vgl. Mikrok. S. 28, Z. 12—14). Wenn von Theilen der Seele die Rede ist, lehrt Maimuni daher, so darf man sich nur Wirkungen derselben, Merkmale eines Collectivbegriffs, darunter denken. *) — Zu S. 48, *) Die betreffende Stelle in Absch. 1 lautet in dem mit AbrabanePs Abot-Commentar gedruckten Texte אבל הם מונים פעלותיה החלוקות שחם כלל הנפש נחלקים בחלקים לכל המחובר מהלקים ההם. in Gerson b. Salomos שער השמים III, 1, wo Maimunis Darlegungen wörtlich aufgenommen