Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IV. (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 151)
- Language
- German
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144 matons erflieszen, sich ausdehnen. In diesem liegt nach Jeh. Halewi die schöpferische Allmacht, die in den die Naturgesetze durchbrechenden Wundern sich offenbart, ausgesprochen. Wo Gott als Schöpfer oder als Vollführer von Wundern, was für Jehuda Halewi gleichbedeutend ist, dargestellt wird, da sind die Bezeichnungen, durch die dies geschieht, als Attribute des tetragrammatischen Namens anzusehen. Gott wirkt hier unmittelbar durch ״seinen Beschluss und seinen Willen,“ ohne dass er die aus demselben hervorgehende That noch auf andere Weise vorursackt hätte (S. 90), währenddem er in den pragmatischen Eigenschaften nicht als wunder־■ thätig sich darstellt, sondern aus ihnen nur erkannt wird, da er durch ״Naturmittel“ seine Wirksamkeit vollzieht (S. 87). In dem durch nichts eingeschränkten Willen Gottes muss, wenn dies in vollem Masse gelten soll, die Absicht ebenso eine bewusste, weise, als freie und selbständige sein. Jehuda Halewi kann hier nicht abbrechen. Er lässt daher nach einer exegetischen Digression, die hier nicht unterbleiben konnte, die Erklärung der Eigenschaft חב□ ל ר folgen. Gott ist die Intelligenz, damit hören alle Fragen über den Willen auf. Er ist ebenso ungehindert wie die Macht. Diese Bemerkung war auch nur hier an ihrem Platze, weil הכם לבב nach Jehuda Halewis Systeme in die Kategorie der dem Tetragrammaton zugehörenden Eigenschaften einzureihen war.*) Der Ausdruck ל3 י4) בדרך הקבלה s. 205) arab. בטריך אלתכליך־ bedeutet nach Cassel ״in von den Propheten überkommener Weise“ (s. Anm. 7). Dieser Auffassung neigt sich auch der Verf. (S. 163, A. 115) zu. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass hier קבלה in wörtlichem Sinne zu nehmen ist. Es'darf jeder von Gott sagen: mein Gott, mein Heiliger in bildlicher Rede, indem er damit nichts weiter ausdrücken will, als dass er Gott ״annimmt“ ihn als den seinen anerkennt. So heisst es S. 303 והם מקובלי□ מסגו והוא מקובל מה□• «Sie (Israel) sind von ihm (Gott) und er ist von ihneu angenommen.“ Ebenso ist משמע וקבלה wegen des folgenden ,איך קבלו אות□ dahin zu verstehen, dass ״sie von ihm gehört und ihn angenommen, d. h. als ihren Gott anerkannt haben. — Für die Stelle והמעלה אינה כי אם בשם הנכתב יוד הא וו הא ית׳ הוא שם נודע רמוז אליו במתה לא במקום אהד אשר לא היה נודע כי היה נקרא אלהים בכלל 1 ל4) ונקרא ר' בהתיחד, S. 300) wurde auch durch die vom Verfasser berichtigte und zur Grundlage der eigenen Auffassung erhobene Erklärung Fleischer’s nur zum Theile ein besseres Verständnis gewonnen. Diese verfehlt zunächst darin den richtigen Sinn, dass in dem Satze אהר אשר לא היה נודע («nachdem er unbestimmt gewesen“) Gott als das ungenannte Subject angenommen wird, währenddem dasselbe auch nach der Fassung *) Danach ist auch von dieser Stelle aus nicht erwiesen, dass der Cusari in formeller Hinsicht unvollendet geblieben ist, was S. 1G3. A. 117 behauptet wird.