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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1879-01-01 · IV. (1879) · page 149

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
IV. (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 149)
Language
German
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142 in Bagdad ״verborgen“ hielt (s. Grätz 5, S. 525 und Jahrb. II, 192 A. ***) in Rechnung ziehen müssen. Das Factum von Saadja’s freiwilliger oder unfreiwilliger Zurückgezogenheit, damit auch die Nachricht, dass er seine Schriften bei seinen Lebzeiten nicht herausgeben wollte, zusammenhängt, ist freilich noch unaufgeklärt, aber ganz aus der Luft gegriffen sind die Angaben darüber nicht. Zur Zeit, als 'S. sein Glaubenswerk schrieb, muss er auch einen persönlichen Grund zur Fernhaltung von jeder Polemik gehabt haben. — Eine Uebersetzung der Verse, in denen Jehuda ha-Levi zeigt, (wie wenig Befriedigung die griechische Philosophie dem Herzen gewährt, wurde bereits von Jost (Gesch. d. Judentums II, S. 417) gegeben, wo auch die mit dieser poetischen Mahnung zusammenhängende Schlusszeile des Gedichtes wiedergegeben ist. — S. 146 A. 71 wird dem arab. Texte der Vorzug vor dem hebr. gegeben, obwol derselbe gerade in Bezug auf die daselbst in Rede stehende Stelle nichts Besseres darbietet. Wenn ןךןא לכונתינו w*e nach demselben in Cusari II, 2 (Ed. Cassel S89 ׳) zu schreiben wäre, zum folgenden gezogen und לא בהיותינו allein den Nachsatz bilden soll, so muss auch die Copula in פליס wegfallen. Ich halte dieses jedoch für richtig und glaube, dass vielmehr פ ך,ן in הו emendirt werden muss. Hier ist nämlich, wie aus der Anführung dieser Steile in Botarels Jezira-Commentar (Ed. Lemberg 9a וא□ נאמר חיי□ חי לא בהיותינו ךיא בונתינו כי לא הבננו מעולם חיים כי אם חיינו) ersehen, vor לפליסda־ für auch im hebr. יקיא eintreten muss, das Wort חי ausgefallen. Was hier Jehuda ha-Levi sagen will, kann demnach nicht unklar sein. Wenn wir, bemerkt er nämlich, obzwar wir doch wissen, dass das göttliche Wesen über Leben und Tod erhaben ist, Gott dennoch lebend nennen, so denken wir dabei natürlich an ein Leben, das nicht so ist wie das unsere, und zwar ist dieses ausgeschlossen, weil wir ja unter dem Leben, über welches Gott erhaben gedacht werden muss, nie ein anderes verstehen könnten. Da nun bei der Vorstellung, die der Aussage: ״lebend“ in Bezug auf Gott entspricht, das einzige Leben, von dem wir Kenntniss haben, nämlich das unsere, nicht als Gegenstand derselben gelten kann, so bleibt uns als solcher nur ein Unbekanntes zurück. Diese Aussage drückt also nichts mehr aus, als dass wir nicht wissen, was das Leben Gottes ist. Nur bei dieser Auffassung tritt die innere logische Verbindung in diesem Satze hervor, die auch der Verfasser nicht erkannte. — ,בך□ (Cusari 2, 6), dafür im Originale 0נך steht, übersetzt schon Cassel durch ״Stütze“. In dieser Bedeutung kömmt aber das hebr. ,סבך nirgendwo vor. Es muss wol hier הסבה ,.Anlehnung“ für סבך geschrieben werden. Danach bedarf es auch nicht der S. 151 A. 86 gegebenen Erklärung. — Entschieden unrichtig ist die S 151, Anm. 86 gegen Jellinek aufgestellte Behauptung, dass im Cusari über den Willen Gottes nur die Aeuserung in 2, 7 vorliege. Abgesehen davon, dass in 5. 18 (Ed. Cassel S. 413) die kalamistisclien Theorieen über denselben vorgetragen werden, tritt die Berufung auf den ״Willen Gottes“ in den eigenen Erörterungen in einer Weise hervor, dass man ihm seinen Platz in dem religionsphiloso-

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