Mannheim
Compact Memory

Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1879-01-01 · IV. (1879) · page 144

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
IV. (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 144)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2418846-2418853--0846-2419736
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

137 ErkeDntniss dessen, darauf die ״logische Notwendigkeit“ hinführt, sondern wie מדע ההכרה hei Ihn Zaddilc ״die Erkenntniss der angeborenen Verstandesbegriffe“. *) *) Ueber die verschiedenen Erkenntnissweisen spricht sich Josef Ihn Zaddik recht klar aus, dagegen ist die an die Darlegung derselben sich anschliessende Erörterung über die Gestaltungsformen (Orte), in welchen ein Gegenstand der Erkenntniss sich befinden kann, durch einige Textfehler, welche hier (Mikrokosmos I, 1, Ed. Jellinek S. 6) Verworrenheit hervorgebracht haben, total unverständlich. Um dieselben wegschaffen zu könneu, muss erst der Gegenstand, um den es sich handelt, richtig erkannt werden. Diesen lernen wir aus dem Jezira-Commentare des R. Jakob b. Nissim kennen, wo gesagt wird: ובעל הלשון אומר בספר ראשון מספרי הלשון נקראים ריטוריאה כי כל הענינים הידועים והנמצאים \v הנקראים מנטקיאת ובלשון נמצאים בארבע מקומות לבד יבכתב חבור (בדבור .1) [במחשב] ומבעלי (ובבעלי.1) העגיגים ... ומאלה הארבעה ראיה לדבר ומהם מוגר ומוראה לבד עליו כלומר מוגד עליו בזולתו לא שמגיד על זולתו כי צד (כיצד .1) הכתב ראיה לבד בלא שצריך לבד (לבך .1) לראיה אחרת מגדת עליו לפי שהוא מושם בהסכמה ופישור והךבור ראיה ומוראה עליו ביחד כיצד לפי שהוא ראיה על מה■ שבמחשב ומוראה עליו בכתב ובמה שבמחשב ראיה ומוראה עליו יחדו כי הוא ראיה על בעלי הענינים ומוראה עליו בדבור ובעלי הענינים מוגד עליהם בזולתם ואינם מגידים על דבר זולתם.“ Der Redekunstlehrer (Aristoteles) sagt in der ersten seiner Schriften über Beredsamkeit, die Mantikiat und griechisch Rhetorik genannt werden. Alle erkennbaren und vorhandenen Gegenstände können nur in vier Orten (Formen) sich darstellen, in der Schrift, in der Rede, in der Vorstellung und in den Dingen selbt. Unter diesen weisen einige auf ein anderes hin und sind einige, bei denen nur eine Anzeige und Hinweisung auf sie möglich ist. Es wird nämlich durch ein ander es eines von ihnen vorausgesezt, ohne dass dieses auf jenes andere hinweist. Das ist so. Der Schriftausdruck ist nur ein Hinweis, ohne dass es eines auf ihn Hinweisenden bedürfte, da seine Bedeutung durch allgemeine Verständigung darüber feststeht. Das Wort ist ein Zeichen und ein Bezeichnetes zugleich. Auf das Vorgestellte weist es hin und durch die Schrift wird es selbst bezeichnet. Auch die Vorstellung weist auf etwas hin, wie auf sie hingewiesen wird. Sie weist hin auf die Dinge und wird bezeichnet durch das Wort. Auf die Dinge selbst wird durch die anderen Begriffsformen hingewiesen, sie selbst aber machen uns mit diesen nicht bekannt“ (Dukes קונטרס המסרת S. 74, vgl. über diese Stelle auch Stein- Schneider Al-Farabi S. 240). In einer anderen Version findet man diesen angeblich aristotelischen Ausspruch in Musare ha - Philosophim II, 4 Ed. Luneville 11b). Fast gerade dasselbe sagt auch Josef Ibn Zaddik (S. 6), dessen Worte — wir setzen die Corruptelen zwischen runde, die Verbesserungen und Ergänzungen zwischen eckige Klammern — also lauten: הדברים ימצאו באיבע מקדמות או בדברים עצמם או במחשבה או באמירה

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.