Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IV. (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 143)
- Language
- German
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136 und LehrmeinuDgen hierüber aussprach, wol keinen! der Männer, die in ihren Schriften denselben Gegenstand behandelten, unbekannt geblieben sind. Der Verfasser des vorliegenden Werkes hat es besonders darauf angelegt, den genannten Einfluss in vielen einzelnen Punkten kenntlich zu machen. Wo nur für irgend eine Definition oder einen technischen Begriff Belege aus den Schriften arabischer Philosophen sich ausfindig maeben Hessen, sind dieselben herangezogen und mit den Aeusserungen ihrer jüdischen Fachgenossen verglichen worden. In geringerem Masse konnte er jedoch dem anderen Theile seiner Aufgabe gerecht] werden, nämlich die historische Entwicklung aufzeigen, die in der Attributenlehre der jüdischen Religionsphilosophie stattgefunden haben soll. So liefert er denn eine Reihe von Monographien, von denen eine jede eine ausführliche Skizze und sorgfältige Analyse der Erörterungen, die ein Autor diesem Gegenstände gewidmet enthält, ohne dass etwas anderes als die Gleichartigkeit des Inhaltes ihre Zusammengehörigkeit begründet. Das historische Gefüge, das man dem Titel nach in diesem Werke kennen lernen soll, wird selbst durch die Schlussbetrachtung (S. 470 ff.), mit der eine Ausschau in die nachmaimunische Zeit verbunden ist, nicht so sichtbar, dass man sich jedes Zweifels an seiner Thatsächlichkeit entschlagen könnte. Indessen kömmt es darauf nicht an. Der Verfasser hatte die Absicht, Alles, was Saadja, Bachia, Salomo Ibn Gabirol, Jehuda, Halewi, Josef Ibn Zaddik, Abraham Ibn Daud und Maimonides über die Lehre von den göttlichen Eigenschaften geschrieben, seinen Lesern in ausführlicher Weise vorzutragen und auseinanderzusetzen und das hat er auch in einer Art geleistet, dass selbst Laien der jüdischen Wissenschaft hier die volle Kenntniss dieser Materie erlangen und Kenner über Manches belehrt und auf Manches aufmerksam gemacht werden, worüber sie sonst achtlos hinweggingen oder einigermaassen im Unklaren waren. Es wäre nur zu wünschen gewesen, dass die übermassige Weitläufigkeit vermieden und da, wo Conjecturen aufgestellt wurden, dieselben immer früher auf ihre Stichhaltigkeit geprüft worden wären. Der Verfasser verfährt bei der Behandlung seines Stoffes mit Wissenschaftlieber Methode und kritischem Geiste, dennoch hat er sich hie und da eine Flüchtigkeit zu Schulden kommen lassen, die wir uns nur aus der Eile, mit der er sein Werk in die Oeffentlichkeit zu bringen suchte, erklären können. In den Nachträgen (S. 502 ״oll) ist bereits Manches berichtigt, auf mehrere Versehen wurde an anderen Orten hingewiesen•, hier soll nur Einiges noch angeführt werden, das bei einer nochmaligen Revision des Werkes zu berücksichtigen wäre. S. 2, Anm. 3 muss noch auf Buch d. Hzpfl. Ed. Jellinek S. 79 und Mikrokosmos S. 4—7 hingewiesen werden, wo ebenfalls von denselben Erkenntnissquellen, die Saadja (Ed. Fürst S, 8) anführt, die Rede ist. Nach Bachja sind unter מדע השכלי Verstandeserkenntnisse überhaupt und zwar auch solche, die durch Beweisführung gewonnen werden (vgl. auch Saadja S. 2) und bei Josef Ihn Zaddik in die Kategorie des מדע המופחי gehören, zu verstehen, dann bedeutet aber ידיעה מה שההכרח סביא אלין nicht