Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IV. (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 140)
- Language
- German
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133 (Ed. VeD.3a — 9 a), nur ist für בגבירתו daselbst die richtigere LA. בנבואתו vorhanden. — No. XIV. (S. 121—147) enthält fünfzehn Erzählungen, von denen hier nur diejenigen, welche gedruckten und handschriftlichen Werken entnommen sind, in Betracht kommen können. Die erste ist ein Abdruck aus dem Sefer ha־Jaschar (Ed. Prag 19, 20), dessen Alter noch nicht ermittelt ist. Unter diesem Titel wird es zuerst in Schemtob’s Emunot 17 b angeführt. Den Namen ך־קץן, der dem Helden dieser Erzählung beigelegt wird, sucht Beer (Leben Abrahams S. 128. Anm. 223) aus alten Quellen nachzuweisen. No. 4 ist eine ältere hebräische Bearbeitung der Susanna-Schrift, die zwar den apokryphischen Text zur Grundlage hat (daher קיק Kenaan S. 128), aber doch manches Eigenartige aufweist. Der Name גTomx&tt wird hier richtig durch יהויכין dargestellt, Susanna’s Vater heisst Schealtiel. Der Uebersezer hielt sich zwar nicht ganz strenge an das Original, findet aber zumeist den richtigen hebräischen Ausdruck. Sehr glücklich ist die Wiedergäbe des 7th7tukabpiv* fjtufo0)v *axoiv (Sus. v. 52) durch זקן אשמאי• Man darf fast die Vermutung wagen, dass diese Bezeichnung im hebräischen Originale so ausgedrückt war und von da aus in die Volkssprache tibergegangen ist, durch welche sie Eigentum des Talmuds (Kid. 32, vgl. Sifra Ed. Weiss 91a) geworden ist. In No. 5 lesen wir eine ausführlichere Bearbeitung der in Meila 17 vorgetragenen Erzählung, in No. 6 eine aus der hagadischen Literatur nicht nachweisbare Geschichte, die in Menorat ha- Maor No. 83 mitgetheilt wird. Auch No. 7, 8, 9 waren bereits gedruckt (vgl. Einl. wo mit הקא ון/[ץ das Buch עושה פלא gemeint ist). No. 10 erscheint im Chanoch-Buche (Ed. Ven. 1544, 66a) als Illustration des Spruches: halte einen Feind nicht für zu wenig und tausend Freunde nicht für zu viel. Unseres Erachtens hätte der Herausgeber besser daran gethan, das Büchlein, von dem diese den grössten Theil bildet, gleich ganz zu ediren. Auch No. 11, 14, 15 sind schon von früher her bekannt. Die sprichwörtliche Bezeichnung וצדקתך für einen Frommthuer, der durch eine zuweit getriebene Aengstlichkeit in religiösen Dingen sich den Anschein geben will, dass er einer schlechten That gar nicht fähig sein könne, findet sich auch in תקוני המועדים von Arje Leb a. Binswangen (I, 6b). Diese drei Erzählungen sind auch schon in deutscher Sprache bearbeitet worden (s. Tendlau Buch d. Sagen No. 6, 21, 29). Ein wertvolles historisches Document ist No. 13, vgl. darüber meine Naehweisungen in Hamaggid 1878 No. 25 und die Ergänzung derselben von Halberstamm das. 1879 No. 12. Die lezte Piece der vorliegenden Sammlung besteht aus vier Hagada-Fragmenten über Auferstehung, Livjatan, Paradies und Weltgericht. Zu Einl. S XXXV, wo dieselben besprochen werden, ist zu No. 1 zu bemerken, dass ein Theil der zehn Fragen Saadja’s noch in einer fünften Recension vorhanden ist und zwar in einer üebersetzung, die Simson b. Abrabam aus dem arabischen Originale anfertigen liess (s, בתאב אל רסאייל S. 136). Der Tibbon’sche Text ist auch von Bisliches mit handschriftlichen Bemerkungen, die er zu demselben vorgefunden, als Anhang