Mannheim
Compact Memory

Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1879-01-01 · IV. (1879) · page 135

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
IV. (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 135)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2418846-2418853--0837-2419727
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

128 - ואף רבא ור׳ זירא (das.) Synh. 65 b*) zu 8.37) חביבין ישראל וב׳) Chul. 91 b und Menorat bamaor No. 96, wo diese Stelle zum Theile aus Deuteron rab. angeführt wird, obwol dieselbe im Talmud zu lesen ist, u. a. Aus dem p. Talmud (Berachot 1, 5 **) stammt die Nachweisung der zehn Gebote in der Schema-Lection. Die Stelle ל, שילא אמר ור׳ (S• 38) findet sich in Jalkut I, 165 ohne (Quellenangabe (vgl. auch b. Sota 11b), was aber für das Alter dieses hagadischen Festcyclus nichts beweist, da dieselbe an beiden Orten einem älteren Midrasch entlehnt zu sein scheint. Wir finden übrigens hier auch manche originelle Auslegungen, in denen die Methode des alten Midrasch mit Geschick angewendet ist, was bei anderen Stücken der Pesikta, die als besondere Midraschim circulirten, ***) nicht der Fall ist. *) Die Angabe ואף רבא זר׳ •ירא עסקו בספר ’צירה וגברא להם עגל ושהטיה beruht auf einer irrigen Reminiscenz. In Synh. 65 a, ist von einem Menschen und nicht von einem Kalbe die Rede (רב א ברא גברא שדריה קמיה דר׳ דראו). Von ״Schlachten“ wird nur in dem Scherze, mit welchem Raba und R. Sera sich einst am Purimfeste belustigten, (Meg. 7b) ר ב א; ו ד זי ר א עברו סעודת פורים . . . קם רבא שהטיה לד זירא (Die la. רבה in den Ausgaben ist falsch) gesprochen. Für das Verständniss dieser Erzählung ist die in Synh. 65 b sehr instructiv. **) Bechai (Herzenspflichten Pf. I, Von\) findet in dem ersten Theile der Schma-Lection zehn Lehren, entsprechend der Zahl der zehn Gebote. Er scheint dem p. Talmud blos das Motiv zu dieser Annahme entlehnt zu haben. ***) Ein solches ist der Midrasch bejom haschemini (Bh.M. IV, 137—139). Man könnte hier zwar noch auf eine andere Einzelhagada verweisen, die, wie die Anführungen mit Sicherheit darauf schliessen lassen, die Kapitel 21—25 incl. der grossen Pesikta in sich fasste, nämlich den Deckalog-Midrasch, der bei Meiri zu Sab. 118 a (vgl. Pes. rab. c. 22; מדרש מתן תורה, bei Bechai (כל הקמח s.v. שבועה vgl. ib. c. 23) אגדה של עשרת הדברות genannt wird, allein hier weisen deutliche Anzeichen darauf hin, dass dieser Midrasch dem Verfasser der Pesikta bereits Vorgelegen hat. Es sind theilweise die Bezeichnungen der einzelnen Sectionen, wie sie in demselben sich vorfanden, noch mit herübergenommen (Ed. Breslau 43a, 45 a, 47a, wo בסוף פרשתא תליתאה bei Meiri ganz ganz genau stimmt, 48 b, wo דברא שתיתאי wieder die in כד הקמח angenommene Eintheilung voraussezt), die hier gar nicht an ihrem Platze wären, wenn diese Stücke ursprünglich der Pesikta allein angehört hätten. Auf diesen Midrasch beziehen sich auch die Verweisungen in Schemot rab. c. 29 und Tanchuma Jethro No. 16, für die bereits Zunz (G. V. 247 Anm. c.) die entsprechenden Stellen in der gr. Pesikta nachgewiesen hat. Zu bemerken ist hier noch, dass die in Bechai’s Pentateuch-Commentar (Ed. Krakau 21, c.) aus מדרש עשרת הדברות citirte Stelle (Zunz g. V. 142 A. c.) weder in dem

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.