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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1879-01-01 · IV. (1879) · page 134

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
IV. (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 134)
Language
German
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IRI
…/2418846-2418853--0836-2419726
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127 9 a) wird nämlich berichtet:: סדר קדושה נמי גזרה מ ל כ!ות הרשעה דלא למימר קדושה מה עשו כשרים שבאותו הדור כיין שהולכין שלוחי מלכות נכנסין לבתי כנסיית ומתחילין פסוקי גאולה ובא לציון גואל וכ' ואע״ם ישחזרה קדושה למקומה לא סילקו קדושה זו Mit מלבית הרשעה wnrde nur das römische Reich bezeichnet. Dass das Verbot von christlicher Seite ausgieng, wird von Raschi durch die Worte בשעת גזירה תקנוהו שגזרו המי!נים (Pardes No. 2) bezeugt. Gleichzeitig wurde auch die laute Verkündigung des Einheitsbekenntnisses in den Synagogen verboten. Wie wegen der Keduscha lauerten auch wegen des Einheitsbekenntnisses Schergen bei den Synagogen auf, um die Uebertreter des Verbotes zur Strafe zu ziehen. Bei dieser Gelegenheit wird ausdrücklich bemerkt, dass Christen und Griechen dieses Geschäft übernahmen (Pardes No. 4, שלא. יכינו המיני! הם תרמיתי הנוצרי שנתחברו עם היוונים)• in einem geonäischen Responsum, das aber nicht authentisch ist, und in Tanja No. 49 sind diese Verbote mit anderen Verfolgungsgeschichten vermengt. Das Schema-Bekenntniss, dass der Mussafkeduscha angefügt wurde, weil es nicht zu rechter Zeit gesprochen werden konnte und hier in demonstrativer Weise den Trinitätsgedanken negirt, der von christlichen Theologen in das Trishagion hineingedeutet wurde, ist selbst ein Zeugniss dafür, dass wir es hier mit einer in einem christlichen Reiche stattgefundenen Verfolgung zu thun haben. Wir sind bei der Dürftigkeit der Quellen betreffs der Zeit, in die sie gehört, nur auf Vermutungen angewiesen und können nur das für gewiss halten, dass sie spätestens im 9. Jahrhundert stattfand. Eine Frucht derselben scheint der Hechalot- Midrasch zu sein, dessen Grundthema die Keduscha ist, die in den Lobpreisungen der Engel, die den Thron Gottes umgeben, vielfach wiederhallt. In die Ausmalung ihres himmlischen Dienstes und in die Glorification Gottes, dessen Eigenschaften in überströmendem Wortreichtum geschildert werden, mischt sich die Verherrlichung ״der Märtyrer,“ denen die Schlüssel aller Geheimnisse in die Hand gegeben, die Pforten der ganzen Himmelswelt geöffnet sind. Die Vermutung liegt sehr nahe, dass das Trishagion, aus der Synagoge verbannt, in den Lehrhäusern heimlich das Thema hagadisch-mystiseher Betrachtungen wurde, aus welchen sich die allerdings auch mit älteren Elementen genährte Geheimlehre der Hechalot hervorbildete, die mit der Legende von der Märtyrern verschmolzen, Gemüt wie Phantasie anregte und über den Herrlichkeiten des Himmels die Leiden der Erde vergessen liess. Eigen ist es, dass in der dritten Recension der Märtyrergeschichte (S. 31) der Kaiser, auf dessen Geheiss die zehn Tanaiten den Tod erleiden mussten, Julianus (לוליאנוס) heisst, währendem er in anderen Darstellungen den Namen לופינוס hat. ln den hagadischen Festvorträgen, die S. 49 - 70 unter dem Namen פסיקתא חדיתא abgedruckt sind, ist, wie der Verf. sowol in der Einleitung als in den Anmerkungen nachweist, Vieles der Pesikta rabbati und anderen jüngeren Midraschim entnommen. Auch die Talmude sind nicht nnbenuzt geblieben, vgl. zu 36 אדם טובע וי;׳) synh. 38 a zu עגלא תלתא

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