Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IV. (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 132)
- Language
- German
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125 lung dessen begonnen wird, so war eben in dem erwähnten Briefwechsel, nicht in dem Reiseberichte selbst ein Motiv hiefür vorhanden. Einer so späten Zeit die vorliegende Hagada auch angehört, worauf besonders die Weglassung der so fremdartig klingenden Ländernamen schliessen lässt, so enthält sich doch manche gute Leseart zur Berichtigung des Textes in dem authentischen Schreiben Eldad’s (BhM. III, 6-11). * *) So ersehen wir Pesikta c. 31, Midi׳. Ps. c. 137 und in Aktan de Mar. Jakob Ed. Carmoly S. 31, 32 zu lesen, vgl. auch zweites Ester-Targum Ed. Berlin 38 a. *) Bei einer synoptischen Vergleichung der verschiedenen Eldad- Schriften stellt es sich als unzweifelhaft heraus, dass in BhM. III, 6—11 Eldad’s Originalbrief gegeben ist, in welchem nur der Absatz — ועכשיו נספר דברים טובים (S. 6) von einem Abschreiber eingeschaltet wurde. In den anderen Recensionen ist dieser Brief in eine Geschichtsdarstellung umgewandelt und demgemäss auch der Stoff in anderer Weise vertheilt. Eldad erzählt zuerst, dass er mit einem Gefährten von Abessynien (בוש) ausgezogen, nach erlittenem Schiffbruche bei einem Kastenvolke Namens רומרנוס gelandet sei und nachher vier Jahre unter Feueranbetern gelebt habe, die ihn nach China (אל מדינות צץ, in den anderen Texten אצץ und אציץ) brachten, wo ein jüdischer Kaufmann ihn als Sklaven kaufte. Dieser führte ihn in sein Heimatsland, das von Nachkommen des Stammes Issaschar bewohnt war, welche hebräisch und persisch sprachen. Bis in ihre Nachbar- Schaft reichen Sebuluniten, die auf den Paran-Bergen lagern (vielleicht Bewohner von Kabul oder Zabulistan vgl. dictionaire geographique persane Ed. Meynaud p. 280, Hitzig Gesch. d. Volkes Israel 1 S. 23. Unter הרי פארן hätte man sich dann den Hindu-Koh zu denken, durch welchen ein Pass Parwan führt. Spiegel, eranische Altertumsk. 1 S. 11) und hinter diesen hat der Stamm Rüben seine Wohnsitze. Eldad macht uns dann mit kriegerischen jüdisch-arabischen Stämmen bekannt, die in der Gegend von Mekka wohnen und Nachkommen Ephraims und einer Hälfte des Stammes Maiiasse sind und findet die andere Hälfte und den Stamm Simon in Chazarien (Für כשדים B.h.M. 3, S. 8 hat 5, 21 richtiger כהרים). Er erwähnt nun noch, um sein Tableau der zwölf Stämme zu vervollständigen, Jehudas und Benjamins, dessen Abkömmlige unter römisch-griechischer Herr- Schaft stehen, um dann von den abessynischen Juden zu sprechen, die den Stämmen Dan (ראובן S. 9 ist fehlerhaft für דן), Naphtali, Gad und Ascher aiigehören, um schliesslich eine Nachricht über die Bene-Mosche zu geben, die in ihrer Nachbarschaft wohnen. Dass das Land, כוש, in welches die Daniten und die Abkömmlinge der mit ihnen verbundenen Stämme versezt werden, Abessynien (חבש) bezeichne, dürfte daraus zu erweisen sein, dass R. David Abi-Simra (Resp. Ed. Livorno No. 219) die jüdischen Bewohner Abessyniens ohne Weiteres als Daniten ansieht (מעשה היה באשה כושית מארץ כוש הנקרא אלחבש .. . ונתברר שהיא משבט דן אשר שוכנים בהרי כוש). Diese Behauptung mag zwar auf Eldad’s Angaben basiren, sie