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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1879-01-01 · IV. (1879) · page 127

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
IV. (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 127)
Language
German
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120 bei das Verdienst des Herausgebers um so höher anzuschlagen ist, als diese bisher so unbekannt gewesen sind, dass man kaum von ihrer Existenz etwas erfahren hatte. Hinsichtlich der Würdigung dieser Denkmäler einer Literatur, welche mit ihren Wurzeln in eine alte Zeit zurückreicht und mit ihren Auszweiguugen durch das ganze jüngere Schrifttum sich ver־ ästelt, wird man den Standpunkt des Herausgebers vollkommen theilen, weniger wird betreffs der Auswahl der Stücke, die er seiner Sammlung einzureihen für gut fand, ihm immer beizustimmen sein. Mag auch von den verschiedenen Bearbeitungen eines und desselben Stoffes, die als literarischer Nachlass der Vergangenheit auf uns gekommen sind, jede insoferne ihren besonderen Wert haben, als sie Manches enthält, das in den anderen vermisst wird, und auch die Anordnung und Einkleidung des Inhalts dem Literaturforscher Momente und Anhaltspunkte darbietet, die nicht zu unterschätzen sind, so scheint es uns angesichts der Verwirrung, die daraus entstehen kann, doch nicht gerathen, dass Stücke aus grösseren Werken ausgeschieden und als selbständig hingestellt oder gar von solchen, die in hebräischer Sprache nicht vorhanden sind, ja eigentlich nicht einmal der jüdischen Literatur angehören, Uebersetzungen angefertigt werden, um so in dieser Sammlung als ״Hagada“ zu figuriren. Solche fremde Gäste verdienen es am Wenigsten, in das Bet-ha-Midrasch eingelassen und ״Tanchuma״ und ״Jelamdenu“ an die Seite gestellt zu werden. — Die so sichtlich hervortretende Ungleichartigkeit der in vorliegender Sammlung edirten Schriften, sowol ihrem Werte als auch ihrem Jnhalte nach, gestattet ein zusammenfassendes Urteil über dieselben um so weniger, als sie auch verschiedenen Zeiten angehören. Der Herausgeber hat in den Einleitungen, die ihnen vorangehen, mit der reichen Sachkenntnis, die wir längst an ihm gewohnt sind, sowol an bibliographischen Nachweisen als auch an Hervorhebung der charakteristischen Momente und historischen Beziehungen Alles, ja durch Mittheilung feinsinniger Bemerkungen, die sich ihm bei den bezüglichen Untersuchungen ergaben, fast noch mehr geleistet, als hier erwartet werden konnte. Dieselben geben über den Inhalt dieser Sammlung vollständigen Aufschluss und ist bei Vorführung der ihr angehörenden einzelnen Stücke nur noch Weniges nachzuholen. No. 1 ist ein auch in Berliners Magazin III, Anhang S. 39 abgedruckter in hagadischem Tone gehaltener Bericht über die Verfolgungen, durch welche die makkabäische Erhebung hervorgerufen wurde, eine Relation, die wir schon aus einer vom Herausgeber früher veröffentlichen Schrift dieser Art kennen, die aber, wie derselbe nachweist, hier in einer älteren Fassung vorliegt und in grösseren Zügen darstellt, was dort in einem kurzen Abrisse gegeben wird. Die Talmude und Midraschim haben bekanntlich nur 1ganz allgemeine, höchst mangelhafte Erinnerungen aus dieser Zeit aufbewahrt. Die ganze historische Kunde aus derselben reducirt sich darauf, dass, ״der Priester Mathatia und seine Söhne in dem Glauben an Gott standhaft ge-

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