Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IV. (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 126)
- Language
- German
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119 491) ist wahrscheinlich von Rhodus herzuleiten, also: rhodische Tauben. — הדני (wofür die Varianten אדאני «ארוני) ist viell. Pers• arwaneh, viola campestris (S. 84). Des LA. הועי würde hirun (II, 1492) entsprechen. Es kann in Sab. 35 b nur eine überall auf dem Felde anzutreffende Pflanze gemeint sein. — In בהריקאי (S. 396). ist das ר stammlich. In בהרק ist» wie bereits Pertes (Grätz Mtsschr. 1869, S. 474) bemerkt hat, das pers. bahr, bahreh enthalten, wofür auch im Pehlwi die Form יבאארק im Syrischen בהרקא sich findet, vgl. Payne-Smith II,S.474 — Das S. 505 ver־ zeichnete ורשכי ist nach Mussafia qoCoxos (Zierrat in Gestalt eines Granatapfels). — In זאזא (S. 507, vgl. Ar. s. v.) liegt viell. das pers. זאץ coli. זאזה (Vullers 11, 174), das dornige Gewächse, Unkraut bezeichnet. In den Stellen, in denen ןאץא oder סאסא vorkömmt, werden darunter Spitzen, Stacheln oder Haare, die sich an den Pflanzen befinden, verstanden. — זיהא in דחא דשמשא (Joma 28 b nach der LA. im Aruch S. 513) ist unstrei־ tig vom syr. זהא abzuleiten, das, wie die Derivata beweisen, auch ״glänzen, schimmern“ bedeutet. Aus Ephräm’s Schriften weist Payne-Smith (s.v.) eine Stelle שמשא ]D וזה א חוה nach. In dem talmud. Spruche hat man sich unter זיהא דשמשא wol ^ie strahlen der untergehenden Sonne die, wie der Autor desselben meint, heisser sind als die, welche am Tage von der Sonne ausgehen, zu denken. Auch זהי (S. 514) bedeutet wie syr. זחא stolz thun, hochmüthig sein. — Das in j. Schebiit VIII, 2 vorkommende לזוסימי darin der Verf. das griech. gwo/ta, Gut, findet (S. 525) dürfte eher von 00/M](nq abzuleiten sein. לזוסימי אורייתא bedeutet demnach: zu dem Bade wolriechende Kräuter zubereiten. — Das ״grosse זיר“ dem in Sifra Kedosch. das biblische משורה gleichgestellt wird, hat nicht seinen Namen von dem hervorstehenden weiten Rande, wie S. 532 zu lesen, sondern ist mit sirus identisch, das bei Plinius 18, 10 und Curtius 7, 4 ein Gefäss zur Aufbewahrung des Getreides bezeichnet, vgl. auch Reland diss. miscell. II, p. 232. 5. בית המדרש Bet ha-Midraseh. Sammlung kleiner Midraschim und vermischter Abhandlungen aus der älteren jüdischen Literatur, Sechster Theil, nach Handschriften und Druckwerken gesammelt und nebst Einleitungen herausgegeben von Dr. Ad. Jellinek. Wien. Winter, 1877, 8. 48 u. 156 S. Wie in den bisher erschienenen Theilen dieses reichhaltigen Sammel- Werkes, das die ganze Literatur der Einzelhagada's in sich aufzunehmen bestimmt ist, erhalten wir auch in dem vorliegenden Bande eine Reihe von derartigen Schriftdocumenten, die theilweise Auslegung biblischer Texte nach der Methode des Midrasch darbieten, theilweise volkstümliche Sagen und Legenden zur Darstellung bringen. Einige derselben sind bereits öfter und sogar in den lezten Jahren mehrere Male in die Öffentlichkeit getreten, andere jedoch hier zum ersten Male an's Licht gezogen worden, wo-