Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IV. (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 123)
- Language
- German
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116 tscheharwa entstanden sein, das so wie das öfter vorkommende tscharpa jeden auf vier Füssen ruhenden Gegenstand bezeichnet. Das davon abgeleitete T schar pan i bedeutet auch Sänfte, Palankin (pers. paleng, wovon sicherlich auch אלנקי Beza 25 b s. S. 88). Wahrscheinlicher ist es jedoch dass גוהרקא carruca in der Bedeutung ״Sänfte״ ist — □גו VII. (S. 313) bedeutet ״husten, röcheln“ (vgl. Ben-Chananja a. a. 0.) — Die höchst gezwungene Erklärung von גיגנטון j• Meg. II, 1 durch yqaixbv (S. 322) wird vun Fleischer mit Becht abgewiesen. Nathansohn (Glosse z. St.) emendirt גיגנטון °^ne Weiteres in אלניסתון (&^w<m׳)j wol in der Meinung, dass die j. Gemara dann mit der Annahme שכתובה בלעז יונית (b. Heg 18 a) übereinstimme. Im p. Talmud wird aber eben der Annahme, dass hier ein griechisch geschriebener Text der Estherrolle gemeint sei, die halachische Norm entgegen gehalten, nach welcher eine solche für den rituellen Gebrauch nur verwendbar ist, wenn der Text in Quadratschrift geschrieben ist. In der Antwort muss also ein Fall ausfindig gemacht sein, in der dieser Bedingung entsprochen, zugleich aber auch dafür gesorgt ist, dass für den Vortrag in fremder Sprache, der Norm gemäss, eine schriftliche Vorläge vorhanden ist. Wenn לגיגנטון das offenbar ein griech. Wort ist, das aussagen soll, muss es unbedingt geändert werden, da ein solches, das gleichlautend ist, nicht aufgefunden ist. Man darf unbedenklich annehmen, dass גיגנטון aus דיגלטון — T0V verschrieben ist. Durch die Annähme, dass die Estherrolle zweisprachig, also hebräisch und griechisch geschrieben war, wird die Congruenz der scheinbar zu •einander contrastirenden Halacha’s aufs Klarste hergestellt. — In Art. 393) גיידור) muss ״vernacula“ gestrichen werden, das in der bei Sachs (Beitr. I, 155) angeführten Glosse zu lingua gehört und mit asinus unmöglich verbunden werden kann. Mit לגיהא S. 323, ist im Persischen nur guhin, Grube (Vullers II, 1059) gleichlautend. Die vom Verf. gegebene Ableitung aus dem Arabisehen dürfte jedoch richtiger sein (vgl. Fleischer Nchtr. 433). — גילגלין oder גינגליין (S. 330) ist, wenn es griechischen Ursprung ist, yiyylvpos, Knochengelenk, Vergliederung — קןלסין (Kopfbedeckungen der Frauen) das s. v. גליןין II, 334 durch xoqvgerklärt und von Fleischer mit arab. kalansutun verglichen wird, ist am ehesten auf cucullus y.ovyovX- 7,vov zurückzuführen. Adolf Brüll (Trachten der Juden S. 52) hat nachgewiesen, dass auch in Sifre II, 81, d für תולסין eine LA. קולסין besteht. Doch lässt sich auch, wenn die recipirte LA. angenommen wird, das Wort auf zwanglose Weise erklären. Es ist möglich, dass durch den Singular desselben das griech. #oL׳«, (runder Hut) dargestellt wird, wahrscheinlicher ist es jedoch, dass es dem lat tutulus gleichkömmt, das eine Kopfbinde priesterlicher Personen bezeichnet, da in der beregten Stelle von Gewändern, die bei heidnischen Gottesdiensten in Anwendung kommen, die Bede ist. — Für גונדריזנא (S. 346) ist wahrscheinlich die genuine LA. מנריתא vor־ zuziehen. Das Wort ist hebr. גךך Zaun. — Sehr dunkel ist die Etymologie des S. 353 verzeichneten גץ (Funke, Feuerstrahl). Es scheint mit