Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IV. (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 122)
- Language
- German
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115 uns vorliegt. Dem syr. בולוותא entspricht vielleicht das lat. bulla.— S. 220 wäre s. v. ביניתא IIל auch der Ausspruch: בכרכי הים קורץ לקלעיתא בנייתא (vgl. die Stellen bei Adolf Brüll, Fremdsprachliche Redensarten S. 55) zu verzeichnen gewesen. Dieses von den Rabbinen selbst als ausländisch bezeichnete Wort ist von cter altindischen Wurzel vanh (wachsen, sprossen) abzuleiten, auf welche der tiefeingehende Sprachforscher Friedrich Müller (Orient und Occident II, 578) das griech. itfAyw und das als phrygisch überlieferte u^vog zurückgeführt hat. — Die Ableitung des Wortes בירניוח (Waj. rab. c. 18) von 3ור—ביירא ^eer (S.222) ist richtiger als die von רףא (Buxtorf fol. 349), allein בייךן und ציירל sind hier eher Adjectivplurale als Verbalformen (vgl. die LA. צריאן bei Ar. s.v. יק). Für lezreres ist ״ צדיאןleer“ zu schreiben, das hinzugefügt wurde, um das ungewöhnliche ביירן klar zu machen. — בירתא דשחורי (S. 223 s.v. 11 בירר) ist nicht eine ״Burg der Schwarzen, d. h. wo schwarze Menschen wohnen“ sondern ein Ortsname der auch in Meg. 22 b (vgl. Rab. z. St.) vorkömmt.— בלוזמא (S. 232), in Lev. rab.c. 12, ist viell. aus Xwpvy,u6q9{Schlemmerei) entstanden. Eine Ableitung eus dem Persischen, die Fleischer vorschlägt, ist für Wörter, die im palästin. Midrasch zuerst Vorkommen, nicht plausibel. — בלקיא) בלבקי) ist höchst wahrschinlich ein griech. Wort, aber nicht das neugriech. ßoXßlaari (s. Fleischer Nachtr.). Es ist zu vermuten, dass es aus Xfvxotov (Levkoje) entstanden ist. Mit dem Safte dieser Pflanze wurde das Oel gefälscht. — בנתיקה (S. 243) kömmt nicht in j. Schekal. VII, sondern in j. Synh. VII, 13 vor. — S. 244 s. v. □בס ist בסיפא דרופיא uicht ״Essig der Römer“ sondern daromitischer Essig vgl. j. Ketub. 5, 11 — ברדס (S. 273) ist, vielleicht ^0%׳, fliessend — die Ableitung von ברחא (S.263) von dem Persischen bar eh (Fleischer S. 389) ist bereits in Jahrb. 1, 137 gegeben , wo auch auf andere verwandte Wörter hingewiesen wird. — Zu □ברם (S. 269) stimmt griech. a^ug^ög (das Schäumen) besser als qug/ia, übrigens ist die LA. כרסם vorzuziehen und dieses Wort von griech. abzuleiten. Auch das blos verzeichnete, aber nicht belegte syr. בורסם wäre, wenn es mit dem talmud. ברסם der Bedeutung nach zusammenfällt, in □כרס zu emendiren (anders Fleischer S. 288). — In ברקא HI (S. 270) ist die LA. בדקא aicht unbedingt zu verwerfen. Nach derselben stellt dieses Wort das persische badchan, domus spiraculo instructa (Vullers I, 161) dar. Die Form ברקא entspricht dem pers. bargah, das Zelt und Aehnliches bedeutet (das. 170). — גגיר (S. 598), das unerklärt gelassen wird, ist wahrscheinlich ein hebräisirtes ayyog yyüov. — Die Bedeutung ״sich freuen“, die der Verf. (S. 306) dem Worte גרץ iu Gen. rab. c. 39 gieht, ist sehr fraglich. Nach der LA. d. Agg. 1אם תאמר שלא גהץ אברהם ושמח על דבור המקוב Wird durch dieses Wort ein Widerstreben bezeichnet. Dann ist es aber syr. ג7{ץ, einen Widerwillen gegen etwas haben. Da auch die erstere Bedeutung durch die Bemerkung Fleischers nicht genügend begründet ist, so wird die andere LA. vorzuziehen sein.— Das S. 307 besprechene גוהרקא Sessel, könnte, wenn es, wie der Verf. vermutet, persisch ist, was Fleischer für unzweifelhaft erklärt, aus 8*