Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IV. (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 108)
- Language
- German
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101 dass sie (die Männer Hiskia’s) gezögert haben (d. h. sich Bedenken gemacht haben), wie in der vorhergehenden Auslegung behauptet wird,* **)) sondern dass sie sie erklärt haben“. Die Identification von חעחיק und פירש *>ildefc eine beachtenswerte Mittelstufe in der Entwickelung der Bedeutungen, die erst^res Wort angenommen, bis es allgemein zur Bezeichnung des Uebersetzens in Gebrauch kam. — Betreffs der in Lyon aufgefundenen Medaille (S. 87 ff.) ist zu bemerken, dass bereits der S. 88 angeführte Eccard (Joh. Georg) in seiner Dissertatio de imaginibus Caroli M. et Carolomanni (Lüneburg 1719, nicht 1720 wie bei Wolf angegeben ist) in der Legende die akrostichische Namens- Zeichnung entdeckt hat. Da er für רשומם fälschlich לשומם liest, so lautet diese bei ihm (p. 8;באר הלוסא «1 •בנימין בכמ״הור אליהו באר הלופא ישרו erkennt er einen Namen Beerwolf! und ישרו löst er in ישמרהו צורו וגואלו au^• Gegen diese Lösung hatte auch Wolf, aus dessen Schreiben S. 9 ff. Einiges mitgetheilt wird, nichts Wesentliches einzuwenden. Ueber diese Medaille haben seit Zunz ausser Geiger (DMZ. 12 S. 680 ff.) auch Jost (Stein’s isr. Yolkslehrer 8 S. 117—124, 299353-355 ,308 ־) und Löw (Ben-Chananja I, 516—519) sich des Näheren ausgesprochen. In der Umschrift zu dem Bilde soll wahrscheinlich dem Gedanken Ausdruck gegeben werden, dass, wenn auch nach dem ewigen Willen der Vorsehung jede Gestalt, sie mag noch so lange Bestand gehabt haben, ins Nichts zurückfällt, doch ein Bild derselben Zurückbleiben könne. Der Theil der Umschrift, der diesen Gedanken enthält, lautet in wörtlicher Uebersetzung:*) ״Nach dem Beschlüsse des Lenkers, gelobt sei er, in dem Willen, der ewig ist, *) In erster Reihe wird nemlich eine Meinung angeführt nach weleher העתיקו bedeuten soll, dass die Männer Hiskia’s hier mit vorsichtigem Urteile zu Werke gegangen sein (ולא שהעתיקו אלא שהמתינו) oder mit anderen Worten, dass sie diese Sprüche nicht in die Oeffentlichkeit hinaussenden wollten. Im Sinne dieser Erklärung bedeutet hier ״ העתיקוsie haben sie hinweggerückt, dem öffentlichen Gebrauche entzogen“, wonach Spr. 25, l zu übersetzen wäre: Auch das sind Sprüche Salomo’s, die die Männer Hiskia’s, des Königs von Jehuda, beseitigt haben. Diese Erklärung ist, da sie durch Job 32, 15 sehr unterstüzt wird, durchaus nicht kurzer Hand abzuweisen.. Im Sinne derselben bedeutet ל ,והדברים עתיקים,die Dinge sind entrückt (der Erinnerung nämlich) d. h. unklar (vgl. den Ausdruck סתמים והתמים הדברים Dan. 12, 9). In der auch von Zunz angeführten hagadisehen Erklärung zu Ps. 32, 19 (j. Chag. 2, 1. Gen. rab. c. 1) wird העתיק geradezu in dem angeführten Sinne gebraucht, indem nach derselben עתק soviel heisst als ״ דברים שהעתיק מבריותיוDinge die er seinen Creaturen entzogen hat.“ **) Der hebr. Text derselben, soweit er der Erklärung bedarf, ist: בנזרת נהג ית׳ מצחן נצחי בתם כל משפט העדר הצורה ראיתי אורך לזמן .ישיגהו הקץ ואתבונן בהשגחת אלי רומי השאיר רשומם ואעלוז