Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IV. (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 106)
- Language
- German
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99 Wegfall kommen muss Bonpfcre (S. 53), da für בונפיר bei Conforte בונפיף zu lesen und daselbst von Salomo Bonfed die Rede ist. — V011 hohem wissenschaftlichem Interesse ist in diesem Theile auch die hier zum ersten Male in deutscher Sprache erscheinende Arbeit ״Zur palästinischen Geographie aus jüdischen Quellen“, in der, nachdem zuvor die Oberflächlichkeit in Räumers Palästina gegeisselt wird, eine Uebersetzung und Erklärung der über Topographie Palästinas sich verbreitenden Partien in Estori’s Kaphtor wa־Pherach gegeben wird. Auch hier tritt die umfassende Gelehrsamkeit des Verf. in ihrem vollen Lichte hervor. Talmud und Midrasch, ältere und neuere Literatur, arabische und abendländische Schriften werden herangezogen, um die Angaben Estori’s zu belegen und zu controliren und nur Weniges ist unerledigt geblieben. Dar-Ajub, das im ehemaligen Gebiete von Jaaser liegen soll (S. 274) ist wahrscheinlich mit einem am nördlichen Ufer des Hieromax gelegenen Orte dieses Namens (Wetzstein Reisebericht über Hauran S. 121) identisch*) in 'קבוחיא (S. 280) erkennt man Kabtiye (Sepp II, 58), Schefaram (S 290), nach dem Verf• und anderen das heutige Scliufamir, ist unstreitig das drei Stunden von Acco entfernte Sefaram (Niebuhr Reisen III, 69). Durchwegs wissenschaftlichen Inhalts ist der dritte Band, in welchem eine Reihe älterer und neuerer, aber durchwegs den Stempel allseitiger Vollendung an sich tragender Arbeiten, die der Verfasser zumeist in verschiedenen Zeitschriften und Sammelwerken veröffentlicht hat, an dem staunenden Auge des Lesers vorüberzieht. Die berühmten ״Analecten,“ die an neuen Aufklärungen so reichen ״Miscellen“, die grossartig angelegten lexikalischen Abhandlungen, Recensionen und briefliche Mittheilungen, die an zerstreuten Orten zum Abdrucke gelangt sind, wir finden sie hier fast alle wieder und erhalten erst eine rechte Vorstellung von der weitverzweigten literarischen Thätigkeit des Verfassers. Würde Zunz nicht durch seine monumentalen Werke sich längst ein unzerstörbares Ehrendenkmal errichtet haben, diese Nebenarbeiten wären allein schon hiureichend, den Ruhm seines Namens für die Dauer zu sichern. Es ist schwer, unter all dem Vortrefflichen, das hier geboten wird, eine Auswahl zu hal- *) Es verdient hier bemerkt zu werden, dass in Palästina mehrere Oertlichkeiten nach Job ihren Namen hatten (vgl. darüber Sepp, Jerusalern und das heilige Land II, S. 184). Ein Ain-Eyub, in dessen Nähe ein verfallenes Bauwerk Tanur Eyub sich befindet, liegt in der Nähe des Tiberias-Sees. Ohne Zweifel steht R Jochanan’s Meinung, dass Job sein Lehrhaus in Tiberias hatte (Bab. batra 15a, Gen. rab. c. 57) unter dem Einflüsse einer Sage, nach weicher er in dieser Gegend gelebt haben soll. Diese scheint in der Annahme, dass in der Stadt Uscha das alte Uz wieder zu erkennen sei, ihren Ursprung zu haben. Die Ruinen derselben sind wol dieselben, die heute noch unter dem Namen Asche el Kehir bekannt sind (Sepp a. a. 0. S. 191). 7*