Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IV. (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 104)
- Language
- German
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97 lieh gestüzt erscheinen. Man wird es daher dieser Schrift nicht als einen Fehler anrechnen dürfen, wenn der eine oder der andere Name hier vermisst werden sollte. Eine eigentliche Ungenauigkeit finden wir nur S. 56 bei Erwähnung des aus Jedidja verkürzten Namens ״Tia“ wo von dem einzigen literarisch bekannten Träger desselben bemerkt wird: ״Verf. von מרפא לספר u״d einer Approbation zu יערות דבש» in Carlsruhe.“ Gemeint ist Tia Weil, der 1769 nach dem Tode seines Vaters zum Rabbiner in Carlsruhe erwählt wurde (vgl. über denselben Revue Orientale III, p. 307) Die Schrift, als deren Verf. Zunz ihn bezeichnet, ist wahrscheinlich der המרבה לספר betitelte Commentar zur Pesach-Hagada, der mit dem Texte derselben 1791 in Carlsruhe erschien. Für Zedner (S. 444> ist es noch fraglieh, ob er der Verf. derselben ist, da ein solcher weder auf dem Titelblatte noch sonst irgendwo genannt wird und Tia Weil zur Veröffentlichung desselben die Approbation ertheilt. Es sind jedoch ganz sichere Indicien dafür vorhanden, dass er die Herausgabe seines eigenen Werkes befürwortet hat. Die kurze Vorrede schliesst mit den Worten: ידיד יהי' המספר י ובהלל ופסח יספר י יזב׳ לבנין ביח הבהירה לספר Einmal (38 a) bezeichnet der Verf. Abraham Broda als seinen Oheim, (הקשה דודי הגאון מהר״אב ו״ל) was dazu wol Stimmt, da die Mutter des Tia Weil eine Nichte desselben war (s. 148 קרבן נתנאל b). Ein dreizeiliger Epilog zu אז רוח לנסי□ *n welchem ein Midraschausspruch versificirt wird, ergiebt das Akrostichon 34) הקטן ידידיה וויילb). Zur Erklärung der Hagada benuzte er auch handschriftliche Werke. *) Die Approbation zu יערות דבש ist übrigens nicht die einzige, die er geschrieben, auch die Werke תרומת הדשן *) Aus einem 1406 geschriebenen Siddur erfährt man, warum כהא לחמא aramäisch abgefasst ist (4 b), dass Petrus der Verfasser des Nischmat-Gebetes ist (35a mit denselben Worten wie im Vitry-Machsor bei Jellinek Bet ha-Midr. 5 S. 61) und wie Salomo dazu kam, das Lobgebet ישתבח niederzuschreiben (37a). Mittheilungen aus קבלת ריקה werden 15b und 19b gegeben, vgl. auch 26a. Ueber die Lieder, mit denen der Vortrag der Hagada beschlossen wird, wird 43a berichtet: אחד מי יודע וב׳ פיוט זה וגם חד גדיא אמרו שמצאו גנוז בין כותלי בית המדרש בגרמיזא ולא נודע מי הוא המחבת וקבעו לאומרו בליל שמורים und ausführlicher 47 a הגה פיוט זה מזמרין בכל תפוצות ישראל ושמעתי שמצאו זה הפיוט ואחד מי יודע גנה וכתוב על הקלף בבית המדרש הרוקח בגרמייזא וקבעו אוחז לזמר בליל פסח, wozu der Verf noch bemerkt: וא״ב לא דבר ריק הוא והחסתן תלוי בנו ורבים חתרו אל היבשה להבין דברי חכמים וחירותם כי לולא זאת לא קבעוהו כי נראה כחוכא וטלולא בעיני המון עם ובתולות וכ,. Dass חד גדיא die aram. Bearbeitung eines deutschen Volksliedes sei, ist bereits öfter bemerkt worden (vgl. Oppenheim in Ben. Chananjall, S. 76). Für אחר מי יורע hat wahrscheinlich das Volkslied ״die frommen Fragen“ als Vorbild gedient. Der Anfang desselben lautet (nach Franz Ziska, Österreich. Volksmährehen (S. 95 ff.): 7