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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1879-01-01 · IV. (1879) · page 101

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
IV. (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 101)
Language
German
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94 seine Leistungen nicht nur Bewunderung äussern, sondern auch Verstandniss besitzen wird. In dem ersten Bande wird neben der bereits genannten Erstlingsschritt, welche einen weiten Ueberblick über die Aufgaben, die auf dem Gebiete der jüdischen Literatur ihrer Lösung harren, gewährt, unter den wissenschaftlichen Arbeiten die hier zuerst in deutscher Sprache erschieneue Abhandlung ״Geographische Literatur der Juden von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1841“, den vielen Kundigen, die die Ascher’sche Ausgabe der Reisen des Benjamin von Tudela nicht besitzen, eine besonders^ willkommene Gabe sein. Dass die Juden auch auf diesem Gebiete Namhaftes geleistet haben, das war früher selbst gelehrten Literarhistorikern nicht bekannt, Zunz zählt jedoch mehr als anderthalb hundert Schriften jüdischer Autoren auf, in denen dieser Wissenszweig Pflege gefunden hat. Was bis dahin über diesen Gegenstand sich Vorbringen Hess, hat Zunz bereits gesagt und es Hesse sich diese seine Arbeit eigentlich nur durch die Zusammenstellung der Entdeckungen und Leistungen, die die letzten Jahrzehnte aufzuweisen haben, vervollständigen, womit er bereits selbst den Anfang gemacht hat. Davon abgesehen bleibt hier im Verhältnisse zu dem vielen Dargebotenen nur Weniges zu berichtigen übrig. Von haggadischen Schriften, in denen der Erdkunde Aufmerksamkeit zuwendet wird, wäre auch der Midrasch Konen zu nennen gewesen, der Kosmogonie und Kosmographie behandelt und im achten Kapitel das Verzeichniss der palästinischen Seen enthält (vgl. meine Notizen zur Geographie Palästinas in Frankel’s Monats- Schrift 1868 S. 336 ff.). Zu den Schriften, in denen zuerst auf Benjamins Reisebeschreibung hingewiesen wird (S. 168) gehören noch Schemtot Ihn Schaprut (פרדס. דמונים Ed« Sitomyr 52 b) und Meir Arama’s Hiob-Commentar (20b). Der Text der in N0.43 in deutscher Gebersetzung gegebenen Nachricht über die Gräber Eldads und Medads wird aus den handschriftlichen Pentateuch-Tosafot auch in Asulais 79 ךן־ך a., wo betreffs dessen auch auf Isak Karo's הילדות יצחק <Ed. Amst. 104 b.) verwiesen wird, mitgetheilt — Zu den Stellen S. 172. Anm. 9 (bereits vermehrt von Edelmann Einl. zu Kaphtor p. XI) ist noch ein Citat in Hellers צורה בית המקדש (Ed. Frankfurt a. M. 4 b) hinzuzufügen. — In dem Schreiben David Jachja’s an Jesaia Messini (vgl. über denselben Steinschn. Catal. Lugd. p. 126, Anm. 2), das nunmehr gedruckt vorliegt (in המבשר E, S. 23, 24, was Grätz 8, S. 466 ff. unbekannt blieb), erzählt der Verfasser desselben, was sich mit ihm auf der Reise von Lissabon bis Larissa zugetragen hat. Dass Moses Bassula, der Verf. des in No. 77 erwähnten Reiseberichtes, im Jahr 1560 gestorben sei, sagt zwar Jachja (שד״ק Ed. Zolkiew 52 a) ausdrücklich, aber es ist aller Grund vorhanden, die Richtigkeit dieser Angabe zu bezweifeln. Wie aus den Worten ומפני כי הגאון הנז׳(ר, משה באסולח) היה נחוץ ליכנם באניה וללכת אל ארץ הצבי> die auf eine Begebenheit aus dem Frühling des Jahres 1560 hinweisen (1 אלה הדברים h), hervorgeht, hat Bassula damals erst die Reise nach Palästina angetreten und zwar von Venedig aus (ולאחר ימים אהך נסוע הגאון מויניציאה ib•)• Sein Reiseziel war Szafed, wo er nach seiner An-

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