Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IV. (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 92)
- Language
- German
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85 S. 320 Anin. ח׳ wird die LA. der Haudschriften לעלד עיקר קהלש בלילה הלא (Pesachim 106a) durch Citate belegt, zu denen noch die Anführungen dieser Stelle bei Nachmani (Comm. zulExod. 20, 8) und Mose Chalawa (Pesachim-Comm, z. St.) gehören. Lezterer fügt erläuternd hinzu כדרך שב/׳ד מקדשין המלעדין• Demnach soll es hier als selbstverständlich hingestellt werden, dass der sabbatliche Weihesegen am Vorabende zu sprechen sei, weil die synhedriale Einsetzung der Monate durch einen gleichen Act am Vorabende der Neumondstage erfolgte (vgl. Soferim 19, 9) und der Auslegung, nach welcher dieser Weihesegen als biblisch geboten erscheint, ein Hinweis auf die officielle Verkündigung des Jubeljahres durch das Synhedrium, die auch für Monatsanfänge in ähnlicher Form üblich war, zu Grunde liegt (vgl. Nachmani a. a. 0. Jizchaki zu Lev. 25, 10). In Cod. M., wo für עיקר קדושא — בעי לקדושי wos die Worte מוקי קדושא דלילה דכי קאי לקדוש stehen, soll mit diesen wol auch ausgesagt werden, dass zunächst auf den Vorabend als die rechte Zeit zur Weihung des Sabbats durch den Segensspruch zu schliessen sei, weil es ja auch sonst üblich war, solche Weiheacte an den Vorabenden vorzunehmen. Besonders bemerkenswert ist es, dass die handschriftlichen Texte nichts von einer anderen Recension erkennen lassen, in der die mit ןק"ך beginnende Boraita von alten Autoren angeführt wird. Jizchaki zu Nasir 4 a citirt nämlich dieselbe in der Form זכור יום השבת לקדשו זוכרהו על היין אין לי אלא בכניסתו ביציאתל מניין• lu diesem Sinne giebt auch Maimuni ihren Inhalt wieder (vgl. Jesaia Berlins Randglosse das. Weiss Comm. zur Mechilta f 7 a, und Maimunis ס' המצות Geb. No. 155), dem Bechai (כד הקמח Art. ל1 שבועות Anf. Ed. Warschau 88 a) und Elasar Askari (Charedim Ed. Brünn 30a) sich anschliessen. Jesaia de Trani (Hamachria No. 71) will diese Boraita in dieser Fassungblos in den Scheeltot gefunden haben.(ומצאתי כתוב לאחד מן הפרשנים והרי מושבע מהר סיני הוא דבתיב זכור את יום השבת זוכרהו על היין ואין לי אלא בכניסתו ביציאתו מניין ת״ל את יום וזו הגירסא מצאתיה כתובה גם בשאלתות רר׳ אחאי פ' כי תבוא אבל בגמרות אינה כתובה בהלכות גדולות ולא בפסקות של רבינו יצחק מפאם P• גירסא זו אלא [ולא יזצוקל) allein auch da finden wir sie weder in der bezeichneten Stelle No. 65 (für כי תבוא muss nämlich כי תשא gelesen werden), noch in No. 54 und 166. * *) Es scheint, dass die Boraita in dieser Fassung der Mechilta des R. Simon b. Jochai entnommen wurde, von der nur einzelne Ueberklärt. Es liegt auf der Hand, dass wir es da mit einer späteren Arbeit, in der allerdings Jizchakis Erläuterungen benuzt wurden, zu thun haben. *) No. 165 und 166 der Scheeltot gehören eigentlich zum ersten und nicht zum lezten Abschnitte des Pentateuchs, dem sie hier zugetheilt sind (vgl. Reifmann in ha-Maggid 18 S. 314). Aller Wahrscheinlichkeit nach wurden diese Vorträge am Thorafreudenfeste gehalten, an welchem nach dem lezten Abschnitte des Pentateuchs sofort das erste Capitel desselben gelesen wurde.