Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IV. (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 85)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2418846-2418853--0787-2419677- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
ten, in denen dieselben nicht immer am rechten Orte verzeichnet sind, entdeckt. Dem könnte ahgeholfen werden, wenn auch diese columnenweise gedruckt und die Textesstellen, zu denen Varianten gehören, ־welche der Münchener Codex nicht enthält, durch grössere Schrift kenntlich gemacht werden würden. Was nun den inneren Wert des Rabbinovicz'sclien Werkes anlangt, so wird es um so weniger nöthig sein, in eine nähere Prüfung desselben einzugehen, als dessen Nuzbarkeit sich bereits in vielen Einzelheiten, für die aus demselben Belege beigebracht wurden, sich hinlänglich bewährt hat. Für den ersten Blick scheint freilich der Ertrag an Lesearten, durch dis neue und bisher ungekannte Aufschlüsse dargeboten werden, nicht so reich, als man es von Vorneherein hätte erwarten dürfen, allein auch Varianten von geringem Belange können zu wesentlichen Momenten für die Erforschung des talmudischen Urtextes sich gestalten, wenn dieser einmal zum Gegenstände umfassender Specialuntersuchungen gemacht wird. Nur wird man hier hinsichtlich der aus dem mittelalterlichen Schtifttume nachweisbaren talmudischen Lesearten sich nicht unbedingt an die von Rabbinovicz herangezogenen Belege zu halten haben, da ihm zwar auch in dieser Riehtung das Meiste nicht unbekannt geblieben, dennoch aber, wie es bei diesem so vielfach zerstreuten Materiale sich nicht anders denken lässt, Manches entgangen ist, das durchaus nicht übersehen werden darf. Es kann an diesem Orte natürlich kein erschöpfender Nachtrag zur Ergänzung des Fehlenden geliefert werden, doch dürften die folgenden Bemerkungen wol hinreichen, um zu zeigen, dass die Arbeit auf diesem Gebiete noch immer nicht als abgeschlossen zu betrachten ist. in Bd. 1, s. 4 Anm. ה׳ wird für אוי לבנים שבעונותיהם ף3׳ die LA. אוי ל״ שהחרבתי? die Cod. M. hat, mehrfach belegt und darauf hingewiesen, dass in den alten Drucken לו nicht vorhanden sei. Dieses Wort war, wie Salomo Duran (,מלחמת מצור Fd. Fischl. S. 22) bemerkt, in dem recipirten Texte nicht vorhanden (׳והנסחה היא אוי שהחרבתי• Gegen die Behauptung, dass Geronimo de Santa Fe bei Anführung dieser Stelle לו absichtlieh hinzugefügt habe, um dem betreffenden talmudischen Ausspruche ein befremdlicheres Ansehen zu geben, spricht allerdings die gleichlautende Leseart bei Abuab, zu ersehen ist aber doch aus derselben, dass dieses Wörtchen schon in alten Texten keinen Platz hatte. In Durans Citat schliesst die taimud. Erzählung mit den Worten אוי לו לבן שגלה מעל שלהן אביו מה לו לאב שהגלה את בנו מעל שלחנו (a1• ן(אוי welehe in allen bekannten Texten in anderer Fassung Vorkommen. — Die LA. ר׳ אשי für 4) רבא a Anm. ך) hat auch Kimchi Rad. sv. נשף• Nach der Anführung bei Josef Kara zu Job 3, 9 (Geiger Nite Naamanim 12 a, [wo fälschlich פסחים für ברכות gesezt ist]) lautet der somit R. Asche angehörige Ausspruch Berach. 3> >קבל ליליא ואחא יממא קבל יממא ואתא ליליא י• Diese Fassung würde zu der in Aruch s. v. נשף gegebenen Erklärung stimmen, die durch קבילו גרמוהי der targumischen Uebersetzung zu וישפו עצמותיו (Job 33, 21) nicht hinlänglich begründet ist, nachdem der recipirte Text