Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IV. (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 78)
- Language
- German
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71 von Textirern (Garssanim), deren Thätigkeit in der Revidirung der ihnen vorgelegten Handschriften bestanden zu haben scheint, durch welche zuweilen auch richtige Lesearten verdrängt oder verunstaltet wurden. * *) le weiter das Talmudstudium aus seinen babylonischen Ursitzen über andere Länder sich ausbreitete, desto zahlreicher wurden auch die Handschriften von talmudischen Tractaten, desto unsicherer mussten aber auch die Texte דאית בהו "הואיל וישנן באין“ וחתייהו חד טעמא גינהו כי איה ואין בלשון ארמית שניהן טעם אחד הן אלו הן חורף דבריו זצ״ל ודבריי ברורין הן אלא שלא גילה טעמן. .. Die von Hai als richtig bezeichnete LA. fand Alfasi, wie er in seiner weiteren Ausführung daselbst bemerkt, auch in babylonischen Codices. Das Wort אין oder איה ist nach Alf. eine Interjection, durch welche die Zu- Stimmung ausgedrückt wird. Mit demselben wird in dem Sinne, den die angeführte Talmudstelle dadurch erhält, die Aussage des Mitzeugen bestätigt und somit ein legales Zeugniss abgegeben, ohne dass man dies als ein deutliches Thun betrachten kann (vgl. auch Anatoli Malmad Ed. Lyck 61a, wo diese Stelle die Fassung הואיל וישנן באי hat). Merkwürdig ist, dass die LA. בראיה hier{ gar nicht bekannt ist. An ganz Unrechtem Orte erscheint sie bei Abraham b. David (Comm. zu Sifra Ed. Weiss 16a), der nicht nur Alfasi's Erklärung acceptirt, sondern sie sogar gegen Serachja ha- Levi in Schutz nimmt. Die Tosafot (zu Karetot 4a) haben noch eine fünfte Variante des in Rede stehenden Wortes auf bewahrt ובספרו (ובספרי□ .1) כתב עדים זוממים הואץ וישנן באם פי׳ אם לא יגיד ונשא עוונו. Es sollte somit hier ausgesprochen sein, dass die That der Zeugnissabgabe in der vor Gericht stattfindenden Aussage überhaupt bestehe, wenn diess auch nicht durch Sprechen von Worten geschieht. *) Zu Ketub. 68 bemerkt er über die Baraita האומר אל יזונו בניו מנכסים אין שומעין לו אל יתפרנסו שומעין unter; Anderem: במה מן הגרם נים שגו הא מתניתא (Schitta z. St.) vgl. auch Alf. Ketub. No. 302. Ganz in derselben Weise drückt Jizchaki Sebach. 115a Afgsw. יכולשאני מרבה עולה sich aus יכול לב' גרסינן... הכא דרישא דלעיל הוא... ו הגרם ני ן שנו את הלשון (vgl. d. Rectification in צאן קדשים z. St.). Ueber eine Aenderung, die durch Garssanim vorgenommen wurde, berichtet Bechaib.Ascher (האמונה והבטחון c. 7) betreffs des talmud. Ausspruches בא ליטהר מסייעין לו בא ליטמא פותחין לו (Menachot 29 b. vergi. die Parallelst.) יש ספרים שכתוב בהן "פותחין“ אבל תיקנו הגו ר ס ין "פתהין“ לפיי שקשה להם לומר כי מן השמים פותחין למי שבא ליטמא כלומר מסייעין אותו לכך תיקנו פתחין. in dem Briefe des R. Chasdai Ibn Schaprut wird Juda b. Meir unter Anderem auch als!גרס bezeichnet (vgl. auch יוסף הגריס das.); in Or Sarua I. (Zedaka No. 15) ist הגרסן fehlerhaft und dafür nach Mordechai bab. bat: 501, גיסו zu setzen. Salomo Cohen war der Schwager des R. Juda b. Kalonymos (Zuuz z. Gesch, u. Lit. S. 05.).