Mannheim
Compact Memory

Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1879-01-01 · IV. (1879) · page 77

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
IV. (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 77)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
83% known words query
IRI
…/2418846-2418853--0779-2419669
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

dass Anderes in nicht geringerem Masse den Sachkundigen ansprechen würde. Auf Wunsch des Verfassers wollen wir hier blos bemerken, dass eine S. 155 aus j. Pea I, 4 nachgewiesene Anführung einer Baraita IsmaePs durch R. Jehuda ha-Nasi auf einem Irrtume beruhe. Es ist der palästinische Amora ר, הילא (auch ך, לא genannt^), der diese daselbst vorträgt. Weitere Ergänzungen und Nachträge sollen noch in dem zweiten Theile folgen, in welchem der Verfasser seine Ansichten über Genesis, Charakter und Organismus der Mischna darzulegen gedenkt 3. ספר דקדוקי סופרים Variae lectiones in Mischnam et Talmud Ba־ bylonicum . . auctore Raphaelo Rabbinovicz. Bd. 1 8. München. ־8 .1868-1875 Auch nachdem der babylonische Talmud bereits niedergeschrieben war, war die mündliche Recitation der Halacha und der zu ihr gehörigen Discussionen noch lauge nicht ausser Gebrauch gekommen.*) Dadurch war für die Textesfassung desselben einigermassen ein Correctiv vorhanden, dessen man sich bei auftauchenden Zweifeln wol bedienen mochte. Allein schon etwr drei Jahrhunderte nach dem Abschlüsse* des babylonischen Talmuds erscheint der Text desselben schon mancherlei Schwankungen unterworfen. Der Gaon Saadja gieht bereits zu, dass die circulirenden Handscriften von Corruptelen nicht frei sein mögen und vergleicht behufs Feststellung der Wortbedeutungen verschiedene Lesearten. **) Bei Hai Gaon ist das nichts mehr Ungewöhnliches***); er spricht so wie Spätere *) Vgl. Jahrb. II. S. 51. A. 74. Die 01* Sarua I. Alpha Beta No. 49 aus Temura 14b mitgetheilte Stelle, die wir in den Ausgaben vermissen, führen dorther auch Isak b. Abba-Mare (Ittur Vorw.) und Simon b. Zemach Duran (Resp. I, 3. fol. 8a col. 1) an. Diese Notiz, die älteste, die wir über die Niederschreibung des Talmuds besitzen, lautet bei ersterem: רבנן אגרסייהו סמכי ,האידנא כיון דאיכא שר של שכחה כתבין ומחתין ראי אשתכח חורה מנהון מעייני בכתבי המשנה והברייתות. im Sinne dieses Ausspruchs sagt letzterer (Comm. zu Abot 1, 1) ולולי שגברה השכחה לא נכתבה המשנה. התלמוד (** ^Xbei Asulai עין זוכר Serie ת N0. 18; Aruch s. v. המר (Jahrb. I, 181 A. 58). ***) In einem Responsum über die Worte שאני ערים זיממים הואיל וישנן ב ר א יה (Synh. 65a nach Jizchaki’s LA.) führt er nicht weniger als vier andere Lesearten für בראיה an. Alfasi, der dasselbe in Kürze mittheilt (Synh, 1036) spricht sich darüber folgendermassen aus: :גרסינן בהא פירקא הואיל וישנן באיה והדין פירוקא אשתבשו בהו כולהי נוסחי, דידן איכא בינייהו מאן דאית בהו "הואיל וישנן באים“ ואיכא נוסחי דאית בהו "הואיל רשנן באו" ושאילו עלה מקמי רב גא ה אי י זצ״ל וקאמר להר: ליתא בנוסחי רידן לא "באים ולא "באו" אלא הכי איתא בנוסחי דירן "הואיל וישנן באיה" ואיכא נוסחאות

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.