Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IV. (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 66)
- Language
- German
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Recensionen. 1* מבוא המשנה Einleitung in die Mischna. Theil. Pressburg 1875. 2. דור דור ומרשיו Zur Geschichte der jüdischen Tradition II. Theil. Wien 1876. Wir haben es hier mit zwei Werken zu thun, die, wie dies schon aus den Inhaltsangaben, die wir auf ihren Titelblättern lesen (s. Jahrb. 3 S. 200), ersichtlich ist, fast denselben Geschichtsstoff behandeln und daher viel Verwandtes mit einander haben. Hr. Weiss liefert den zweiten Theil seiner ״Geschichte der Tradition“, der über die Periode von dem Untergange des Judäerreiches bis zum Abschlüsse der Mischna sich verbreitet, Hr. J. Brüll den ersten Theil einer ״Einleitung in die Mischna“ in welchem, ehe noch dieser dem Talmud zu Grunde liegende Lehrcodex selbst in Betracht genommen wird, Lebenslauf und Geistesrichtung eines jeden der Männer, deren Aussprüche in demselben aufbewahrt sind, zur Darstellung gelangen. Dem verschiedenartigen Charakter dieser beiden Werke entspricht auch die ungleiche Anlage und Beschaffenheit derselben. Nr. 1 enthält eine chronologisch geordnete Beihe von Biographien, in denen das gesammte Detail, aus dem sich Momente hiefür gewinnen lassen, verarbeitet ist, Nr. 2 eine planmässig angelegte in sich zusammenhängende Geschichte des Judenthums in der Thanaiten-Periode, so dass der Entwicklungsgang, den es in derselben durchgemacht hat, ganz und klar hervortritt. Hr. Weiss, der gemäss der Aufgabe die er sich gestellt, den Factoren, die auf die Gestaltungder Tradition eingewirkt haben mochten, ein besonderes Augenmerk zuwendete, hat es in der That verstanden, die geistigen Strömungen, die ihre Spuren in ihr zurückgelassen haben, an’s Licht zu bringen, in den einzelnen Thatsachen und Vorgängen, die hier oft ohne jede Beziehung zu einander zu stehen scheinen, einen inneren Zusammenhang nachzuweisen und die verschiedenartigen Wahrnehmungen, die sich ihm aus einer gründ. liehen Durchforschung des riesigen Quellenmaterials ergaben, in eine das Ganze beherrschende Anschauung zusammenzufassen, in deren Lichte jedes einzelne Moment, das hier in Betracht zu nehmen war, am rechten Platze erscheint und die Wirrniss schwindet, der man hier bei einem Einblike