Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IV. (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 60)
- Language
- German
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53 weise sich dafür erbringen lassen, dass der Verfasser das Schreiben an Paulus Burgensis nicht der nachherige Apostat Geronimo gewesen , sind doch die Gründe, welche für die Identität des letzteren mit dem ersteren sprechen, überwiegend. Zunächst ist die handschriftliche Bemerkung ונס הוא המיר באחרונה (Stein- Schneider Cat. Lugd. p. 354), die aus einer älteren Zeit stammt, selbst als ein Zeugniss dafür anzusehen, dass das Schreiben demselben Josua Lorki angehört, der später Christ geworden. Ferner weisen in dem Schreiben selbst mehrere Äusserungen darauf hin, dass der Verfasser zu Paulus Burgensis, auch nachdem dieser das Judentum verlassen hatte, die freundschaftlichsten Beziehungen unterhielt (S. 45 . . . ומאז מימיך בכוסף שתיתי S. 46 בעבותות אהבתך לעבוד עבודתך לא ארפה עד בלעי רוקי). Er sehnt sich nach einer persönlichen Zusammenkunft mit ihm und will weniger ihn zurechtweisen als sich vielmehr von ihm belehren lassen (S. 42 . .מי תני כירחי קדם אעופה ואשכונה תחת צל אולמך ותורני אולי תשקוט המיית לבבי ותסיר המו; הספקות היושבות ממולי . . . והשם יורע כי מאז נתפרסמו ועלו באזנינו השנויים האלה המתחדשום עליך )ה קרוב לד, חדשים עלה ברעתי להתראות עמך פא״פ יען יגיעו מפיך לאזני הסברות והדעות המניעות אותך לצאת . . . לולא יראתי) Lorki ist es, wie aus diesen Worten zu ersehen ist, ernstlieh darum zu thun, die Anschaungen kennen zu lernen, die Paulus bei seinem Schritte leiteten. Würde dieser ihn zu belehren vermögen, so würde er seinem Beispiele folgen. Die Gründe, die er gegen die Messianität Jesu in^s Treffen führt, sind für ihn nur ״Zweifel“. Zu der christlichen Theologie mit der Lehre von Jesu Menschwerdung und Auferstehung und selbst mit dem Trinitätsdogma könnte er, wie er selbst (S. 45) erklärt, sich schon verstehen. Lorki kämpft mit sich selbst, ob er zum Christentume übertreten soll. Jüdischen und christlichen Gelehrten hatte er die Frage, die ihn beunruhigte, nämlich, ob man das Recht habe, sich einen Glauben zu erwählen, vorgelegt (S. 45 ומשני הדרושים האחרונים דברתי ושאלתי לחכמי תירתינו ונם לחכמי הנוצרים שישקיטו המיית לבבי). Paulus Burgensis ist für ihn die Autorität, deren Entscheidung für ihn massgebend ist וכאשר ידעתיך גדלת .והוספת בספר שתי התורות יותר מכל חכמי זמננו ידעתי שתתה צמאוני ואליך נשאתי את עיני). Nach all’ dem ist wol