Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IV. (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 53)
- Language
- German
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46 ליה לחמריה בציניתא בשבתא derselbe Satz, der in den Tosafot in der Gestalt ההוא גברא דקאב׳ תמרי שנשרו כשבת וכן erscheint. Aus (דקאס (ר ist דקאכל aus תמרי־־* המרי geworden und für (בצג' (ייחא wurde וכן geschrieben. Für שנשרו soll vielleicht שקשרו gelesen werden, das eine Glosse zu דקאסר bildete. Genug, von einem Talmudsatze, der nirgenswo vorkömmt, kann hier nicht die Hede sein. 2. In den Tosafot zu Nedarim 67a hat der Fragesatz die fast ganz unverständliche Fassung מאי שגא דבכל דוכתי דחנ׳א האי לישנא ואין צריך לומר בפ' הזהב (דף ס') תנן ואין צריך לומר חדשות בארבע וצריך עיון אם יהא בברייתא ולא במשנה. Wie aus der Beantwortung dieser Frage zu ersehen ist, handelte es sich um den Grund, aus welchem in Bab. mez., wo ebenfalls ואין צריך לומר in der Mischna vorkömmt, nicht in gleicher Weise wie hier darüber discutirt wird. Nach der Art, wie dieselbe hier vorgetragen wird, scheint sie jedoch noch Weiteres in sich zu fassen. Ich glaube, dass die überflüssig scheinenden Worte, וצ״ע אם יהא בברייתא ולא במשנה als eine Randglosse zu der tosafistischen Bemerkung anzusehen sind, die nachher dem Texte einverleibt wurde. Es wurde hier nämlich darauf hingewiesen, dass der aus der Mischna citirte Passus ואצ״ל חדשות בארבע wol eher aus der Boraita in Bab. mez. 1. c. stamme, worauf auch nach dem hier vorliegenden Wortlaute desselben zu schliessen ist. Muss nun zunächst diese Glosse aus dem Texte ausgeschieden werden, so ist in demselben auszerdem noch eine Correctur vorzunehmen. Die Frage in den Tosafot kann sich nämlich nur auf die Mischna beziehen, בארבע muss daher in בישנים emendirt werden und zwar ist dieser Fehler dadurch entstanden, dass letzteres in gekürzter Form בי׳ lautete, das missverständlich für בד׳ angesehen und durch בארבע ersetzt wurde. Gelegentlich möge hier auf Temim Deim No. 184 verwiesen sein, wo נגידי חרעיה als Anfang eines aramäischen Gebetstücks und, wie es scheint, in nicht correcter Weise angeführt wird. Jacob Brüll.