Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IV. (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2418846-2418853--0753-2419643- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Amoraim 1× ep/1003430
- Rashi 1× ep/1002670
- Simlai 1× ep/1007159
OCR text
44 zende Angaben enthielt. Derselben entnahm Ben-Asai das wahrscheinlich auf Jesus sich beziehende Vermerk איש פלוני ממזר מאשת איש (Jebamot 49a) ferner die Angabe משנס ר, אליעזר בן יעקב קב ונקי u. מנשה הרג את ישעיה (Ib. 49b). Eine ganze Reihe von Notizen über die Herkunft einzelner hervorragender Männer, die in jenem Werke sich fanden, macht R׳• Lewi bekannt (j. Taanit 4, 7, Gen. rab. c. 98). Dasselbe Werk ist es nun wol auch, das in Pesach. 62b ספר יוחסין genannt und von Raschi als eine der biblischen Chronik sich anschlieszende Boraita bezeichnet wird. Wie wir aus einem daselbst angeführten Ausspruche Rab's erfahren, wurde dieses ״Buch der Stammesregister“, wol mit Rücksicht auf manche Familien, denen aus demselben ein Makel nachgewiesen werden konnte, der Oeffentlichkeit entzogen und vielleicht gar vernichtet. Es kam wenigstens selbst den Weisen nicht mehr zu Gesichte מיום שנגנז ספר יוחסין תשש כוחן של חכמים וכהה מאור עיניהם. Der letzte Gesezeslehrer, der es kannte und von dem Andere in demselben unterrichtet zu werden verlangten, war nun der palästinische Amora R. Jonatan. An ihn wendete sich R. Simlai, der mit Judenchristen controversirte und deshalb ein Interesse daran hatte, den Inhalt jenes Werkes kennen zu lernen, mit der Bitte, dass er ihm aus demselben Vorträge halte, und R. Jonatan schlug ihm dies ab, weil er befürchtete, dass von minder Kundigen Manches darin missverstanden werden könnte, (Pesach. a. a. O.). In den Ausgaben findet sich wol hier der Name יוחנן für יונתן, allein wie aus j. Pesachim 5, 3 zu ersehen und wie die handschriftliche LA. ר, נתן (Rabbinovicz דקדוקי סופרם VI, 182) darauf hinweist, ist der Name ר, יזנתן hier der ursprüngliche. War nun R. Jonatan der letzte Kenner dieses Werkes*) so stellt die Notiz im Seder Tanaim sich blos als eine Umschreibung der Nachricht, *) Von R. Levi (j. Taanit 1. c) kann nicht angenommen werden, dass er seine Angaben direct aus der Quelle geschöpft, hat. Er referirt blos, dass man einst ein Buch von Geschlechtsverzeichnissen in Jerusalem aufgefunden habe למגלת יוחסין מצאו בירושליס er selbst hat es jedoch nicht gesehen.