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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1879-01-01 · IV. (1879) · page 22

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
IV. (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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IRI
…/2418846-2418853--0724-2419614
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15 recte Aufforderung zur Theilnahme an dem Kampfe gegen die Verketzerer der maimuni’schen Lehren ergangen war. Sarauelb. Abraham Saporta, ein Mann, der schon in seinem Jugendalter reiches Wissen besass, hatte aus eigenem Antriebe an dieselben ein Schreiben gerichtet, in welchem er zwar die gebührende Bescheidenheit einhielt, aber es doch an offener und ernster Zurechtweisung nicht fehlen liess. Er wies in demselben nach, dass die angeblich ketzerischen Lehren Maimuni’s auch schon von den Gaonen ausgesprochen wurden und sogar aus dem altrabbinischen Schrifttume sich reichlich belegen lassen* Er forderte sie ferner auf, den Moreh erst recht zu lesen und, ehe sie für den von ihnen gefassten Beschluss Geltung beanspruchen, auch den Provenzalen Gehör zu geben*). Selbst Mose b. Nach man, der die philosophischen Theorien, die Maimuni in das Judenthum eingeführt hatte, nur mit Vorsicht angewendet wissen wollte, konnte den französischen Rabbinen die Missbilligung nicht verhehlen, die ihr unüberlegter Eifer, der durch den von einem Theile derselben erfolgten Widerruf des Bannes nur um so ungerechter erschien, bei ihm gefunden hatte. Er schilderte die grossen Verdienste, die Maimuni um das Judenthum sich erworben und stellte ihnen vor, dass wenn auch seine Partei sich dem Banne, den sie erlassen, unterwerfe, derselbe doch für sie keine Verhindlichkeit haben könne, da eine so ausserordentliche Massregel höchstens für die Gemeinde in Montpellier, keineswegs aber dort, wo derlei * ) ק"מ S. 77—107. In dem Schreiben wird bereits darauf hingewiesen, dass die Antimaimunisten mit Hilfe der christlichen Behörden ihre Bestrebungen ins Werk gesetzt haben (בגוי□ נשפט לכל יושבי הארץ s. 80 ומה נאמר עוד לאדונינו הנה אמת נעשתה התועבה הזאת משרתי ה׳ כסות דמעה את מזבח יה׳ כי נתחלל שם שמים בפרהסיא ונתיקר שם ע״ז לעיני הנדס אף כי בחשפטם לעיניהם בערכאות של גוים s. 106). s. 181 spricht Saporta davon, dass nunmehr ein Theil der französischen Rabbinen das Lesen der Schriften Maimuni’s verboten habe. מקצת HP}7 (והנה נגידיכם נסבמים לנדות לבלתי הגות עוד וב׳)•' wie Nachmani (s. weiter unten) machte er, freilich in seinem Sinne, sie darauf aufmerksam, dass die Inconsequenz, die in ihrem Verfahren sich kundgiebt, bei dem Volke Verwunderung erregen müsse. Auf Sarporta's Schreiben lief eine kurze Empfangsbestätigung ein (S. 108, 109), in der ihm viele Anerkennung gezollt wird.

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