Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IV. (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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13 Maimunisten gerichteten Schreiben, dass es ihnen durchaus ferne gelegen wäre, sich blindlings ihren Gegnern anzuschliessen *). Die Streitigkeiten in der Gemeinde zu Montpellier hatten jetzt den höchsten Grad erreicht. Währenddem die Maimunisten durch die* Genugthuung, die ihnen von Seite der französischen Rabbinen zu Theil wurde und durch den Sueeurs, den sie, wie weiter noch gezeigt werden soll, aus Spanien erhielten, sich ermuthigt fühlten, stützten ihre Gegner sich auf die Geistlichkeit, die damals in der Provence so recht im Zuge war, ketzerische Bewegungen zu unterdrücken. Die Antimaimunisten brachten es durch ihre Denunciationen dahin, dass die Schriften Maimuni’s auf einem öffentlichen Platze in Paris verbrannt wurden, wobei der Sage nach eine Kerze, die vor einem Altare in der Domkirche stand, zur Entzündung des für sie zubereiteten Scheiterhaufens verwendet worden sein soll**). Jetzt *) Aus dem Berichte in der Vorbemerkung zu den Streitschriften (a. a♦ 0.)!וגם רבני הצרפתים שבו מדרכם הרעה ונהמו מאשר עשי ובוש מאשר כתבו ושלחו כתבים להתנצל לפני חכמי פרובינצה wäre zu entnehmen, dass sämmtliche französische Rabbinen den Bann widerrufen hätten; diesem liegt aber offenbar die Darstellung in dem Schreiben der Brüder ibn chasdai (ק״מ p. 32 ff.)וכראות חכמי צרפת היד החזקת בישו ונכלמו ממעשיהם ונחמו מדבריהם ושבו מדרכם הרעה ויקהו עמהם דברים רצו את רבותינו zu Grrunde. Thatsächlich revocirte nur ein Theil derselben, wie Nachmani (a. a. 0.) und Kimchi (erstes Schreiben an Alfachar) es bezeugen. **) Ueber die Verbrennung der Bücher Moreh und Madda berichten Kimchi (Kobez 3 S. 4) die Brüder Ibn Chasdai (□"35—33 ק) Abraham Maimuni (Milch, in Kobez III. 17) Josef b. Todros ha־Lewi (27 ק״מ) und Hillcl b. Samuel (Brief in Edelmann’s Chemda genusa p. 19). ln keinem dieser Referate wird ausdrücklich angegeben, dass die Verbrennung in Montpellier stattgefunden hat. Man wird also hinsichtlich des Ortes derselben wol der letzten Quelle folgen dürfen. Nach Kimchi machte Salomo b. Abraham noch nach diesem Autodafe Predigermöche und andere Geistliche auf die Ketzereien aufmerksam, die in den Schriften des ״Aegypters Moses“ [ die Be־ Zeichnung □משה ממצרי entspricht den Namen ״Moyses Aegyptius“, unter dem die Scholastiker Maimuni kennen) gelehrt werden, so dass die Sache an den Cardinal kam und für die Gemeinde in Montpellier grosse Gefahr entstand. Darauf scheint auch Josef b. Todros ha־Lewi mit den Worten אף כי יסבו מחלקתם להכריע אדונינו הגמון אשר קראתם נמס וחמורות