Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IV. (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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5 fast gesichert. Abulafia rechnete wol darauf, dass die Provenzalen und namentlich Aron b. Meschullam, zu dessen Ehrenstellung der Familienadel, dessen er sich rühmen konnte^ nicht wenig beitrug, schon in Hinsicht darauf, dass es ein ״Fürst“ von Toledo sei, der sich an sie wende, seinem Ansinnen willfahren werden* *). Es muss für ihn sehr entmuthigend gewesen sein, dass das Gregentheil von dem, was er erwartet hatte, eintrat. Aron b. Meschullam, der das an Jonatan Kohen und die Provenzalen gerichtete Schreiben beantwortete, sprach Abulafia die Berechtigung zu seinem Vorgehen, die er aus seiner Würdestellung abgeleitet hatte, auf das Entschiedenste ab**) 221 col. a). Ist dieses Datum auch nicht historisch sicher, so lässt sich doch kein gegründeter Zweifel dagegen erheben. Grätz, der (a. a. 0. S. 403) Jonatan Kohen an der Spitze von 300 französischen Rabbinen im J. 1210 nach Palästina ziehen lässt, ist durch die Notiz, die der Copist des von Samuel b. Simson verfassten Reiseberichtes demselben vorsetzte, irregeführt worden. Dieser hat nämlich in der Unterschrift שמואל בר שמשון הבא מירושלים ומן הגליל בשנת ת׳ת׳ק׳ע (Berimer’s Magazin Th. 3 Hebr. Abth. S. 38 vgl. Carmoly Itineraires p. 136) das Datum fälschlich auf die Reise selbst bezogen, währenddem es die Zeit der Rückkunft bezeichnet. Jonatan Kohen, dessen Begleiter Samuel b. Simson war, muss also lange vor dem J. 1210 die Reise angetreten haben. Das lässt sich auch aus einem andern Umstande erweisen. Isak b. Abraham, der noch vor der Abreise seines Bruders Simson, welcher sich unter den Auswanderern vom J. 1210 befand, starb (Zunz z. Gesch. S. 34, 35; Literaturgesch. S. 303 Anm. 6) hatte mit Jonatan Kohen in dem Jahre, in dem er nach Palästina zog, eine Correspondenz (vgl. Or. Sarua I, 213 251, 332, 758, 760 [wo יהונתן für נתן zu lesen ist]). Schem-Tob Sanzoio’s □וגם רבינו יהונתן הכהן הלך לש (Sehebet Jehuda Ed. Wiener p. 113) ist also nur eine gelegentlich angebrachte Notiz, mit der das Datum ק׳ע׳א nichts zu thun hat. Abulafia’s Correspondenz dürfte sonach um 1202 begonnen haben, endete aber sicherlich erst nach 1206, da Simson b. Abraham (Kitab p. 131) von Maimuni als von einem Verstorbenen spricht *) Vgl. Kitab S. 5 Z. 13 und 14, wo von Aron b. Meschullam gesagt wird: ישחק להמון קריה* חנית מסע ושריח• Stadt und ihr Volk will er verhöhnen — die Gemeinde Toledo’s mit ihren Fürstensöhnen —. Mit jjqq (Wanderung) wird hier Toledo bezeichnet, dessen arab. Name Tulaitola von aram. טלטל (Fass, ״umhergeworfen werden“ ״wandern“) abgeleitet wurde (s. Grätz 5 S. 69). In diesem Passus ist Hos. 8, 10 benutzt worden, was der Herausgeber nicht erkannt hat. **) Ib. p. 32.