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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1877-01-01 · III. (1877) · page 201

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
III. (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 201)
Language
German
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wähnung des Rekanati’schen Pentateuck-Commentars besonders beachtenswertk, weil Pico de Mirandola sick bekanntlick denselben übersetzen liess. Das Todesjahr Menacham Rekanate’s hätte nach dem, was Grätz darüber bemerkt hat (Gesck. 7, S. 488) nickt mehr auf 1290 angesetzt werden sollen. In Sckalsckelet {ed. Zolkiew 48 b) ist ן fehlerhaft für y. R. starb somit ca. 5090 a. m. 1330, — Nachdem der Verf. (59—61) gezeigt, dass eine lateinische Uebersetzung der kabbalistischen Werke Schaare Ora, Maarechet Elokut und Recanati, die Ne. 598 der lateinischen Codices der bibliotheque nationale enthält, Elia Levita angehört, führt er unter Anderem (p. 65) eine Stelle aus dem Briefe del Medigo’s an, in welchem dieser Pico de Mirandola, den er als den allein ihm ebenbürtigen Kenner der peripatetischen Philosophie bezeichnet, mittheilt, dass er ihm den Recaiiate-Commentar nicht übersenden könne, weil er fürchte, dass das auf schönem Papier geschriebene Buch auf dem Transporte beschädigt werden könnte. Der Verf. nimmt dabei Anlass, auf die lateinischen Auszüge aus dem Rekanate einzugehen, über welche Gaffarelli, in dessen Hände die kabbalistischen Werke, die sich im Besitze Pico de Mirandola’s befanden, überg egangen waren, Bericht giebt (s. d. Anhang zu Wolf bibl. hebr. I). Mit schlagenden Gründen wird hier dargetkan, dass diese Uebersetzung nicht von Elia del Medigo, sondern von ״Mithridätes“, der den Grafen im Chaldäiscken unterrichtet, herrühre, und dass der so genannte Uebersetzer kein anderer als Jochanan Aleman sei (zum Theile vermuthet dieses auch Grätz 8 S. 254). Unrichtig ist die Angabe, dass von Alemans Werken nichts mehr als zwei Titel seiner Bücher bekannt (p. 72) und ein Zeichen davon, dass die hebr. Literatur dem Verf. ziemlich ferne steht, die Behauptung, dass das Sckalsckelet ka-Kabbalah ein ״livre devenu fort rare“ sei. — Aus Elia del Medigo’s Schreiben haben wir hier schliesslich noch die p. 74 mitgetheilte Stelle hervorzuheben, die seinen ehrbaren Charakter in ein helles Licht setzt. Pico de Mirandola hatte sich anerboten, ihm für den Rekanate-Commentar, den er für ihn bereit gelegt hatte, einen Kaufpreis zu bezahlen. Darauf erwiedert del Medigo: ״Eure Herrlichkeit schreibt mir wegen des Preises. Immer hat es mir seltsam geschienen, dass es sich zwischen E. H. und mir um derartige Dinge handeln solle. Ich bin kein Mensch, der nach Geld strebt, ich verlange nur das Notwen* dige. (Jo non sono homine da denari sed tantum quero necessaria). Doch — damit Sie nicht glauben, dass ich trotzig darauf beharren will — wenn E. H. mir ein kleines Geschenk schicken will, nicht so gross wie gewöhnlich, so will ich es mit solcher Befriedigung annehmen, als wenn der Grosstürke mir ein Schloss schenken würde. Darüber ist es nicht notwendig sich lange aufzuhalten.“ Del Medigo spricht hierauf noch dem Grafen seinen Dank aus für ein Pferd, das er von ihm zum Geschenke erhalten. Nachdem er auch hier noch in weiteren Ausführungen seine Uneigennützigkeit dargethan, schliesst er das Schreiben mit den Worten: ״Nichts mehr! Leben Sie wohl!

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