Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- III. (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 195)
- Language
- German
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190 Die ausserordentliche Akribie, mit der Hr. Roest zu Werke gegangen, bat ihn überhaupt vor manchen Irrungen nicht geschützt. Das Buch האורב ist weder in Wien (S. 106) noch in Berlin (Anh. No. 99), sondern in Prag gedruckt (Sulamith II,2,44)S.624 erscheint ein ״Jom-Tob Lipman b. Hirsch Nathan Rab. in Wladomir“ unter den Rabbinen, die zu der Herausgabe des Buches קול יהודה (Ed. Prag 1641) ihre Approbation ertheilten. Die Originalunterschrift lautet: יום טוב הנקרא ליפמן בן לאי׳א הרייש נתן זלה״ה ה על ר. Natürlich ist dies die Namenszeichnung des allbekannten Lipmann Heller , die hier nur durch den Druckfehler הרי ש für הדייר entstellt ist. Mit dem ״Hirsch“ ist es also hier nichts (auf das Fragezeichen das. die Antwort, dass in dem R’schen Expl. nur ein Blatt fehlt). S. 743 wird der Irrthum, dass Löwenstamms 1820 צרור החיים erschien, wiederholt. Nach dem Datum am Schlüsse der zweiten Vorrede (בירח שבט תקפ״א לפי׳ק) kann es erst 1821 in die Oeffentliclikeit getreten sein. — Meir ha-Cohen (S. 872 Note zu ויקהל משה) war ein Wanderprediger (מוכיח), daher das Fragezeichen überflüssig ist. — S. 1001 Z. 3 v. 0. muss es für ״Joseph b. Elasar Bakoda“ heissen David u. s. w. —S. 1119 ist die Angabe, dass der erste Theil von תורת קטן das Chagis’sche אלה המצות enthalte, ungenau, es wird darin nur ein Auszug aus demselben gegeben. — Vielfache interessante Aufschlüsse über hebr. Bücher und ihre Verfasser findet man in dem mit Recht יודע ספר genannten Anhänge. Es würde hier zu weit führen, die sämmtlichen Anregungen, die in demselben geboten werden, zu verfolgen, es genügt, auf Einzelnes hinzuweisen. In No. 503 bemerkt der Verfasser dass זהב שבא von Simon b. Abraham 10 Jahre später gedruckt wurde, als auf dem Titelblatte angegeben wird. Diese Auffälligkeit wird durch die Annahme, dass das י in dem Worte יורוך des Chronogramms ursprünglich gross gedruckt sein sollte, behoben. — In No. 532 werden neue Beweise dafür beigebracht, dass Samuel Aboab der Verf. des ספר הזכרוגות sei, das neben Bassista auch David Teble aus Posen (22 שערי ציון b) Isak Jeschurun zuschreibt; das Oitat aus חמדת ימים scheint ungenau zu sein, es ist hier wohl II, 110b (über Purim c. 6) gemeint, wo es heisst: ומעלת החכם... במהייר שמואל אבואב גר׳יו כתב בס׳ הזכרונות vgl. auch III. 74 a. — In No. 550 wird vermutet, dass Zadok b. Ascher Wahl eine deutsche Ueber- Setzung des Chobot ha־Lebabot verfasst habe. Dies bezeugt dieser selbst in der Vorrede zu seinem חריייג מצות (ed. Amsterd. 1690 s. Steinschneider Serapeum X, 93)*). — *) Ich kann es mir nicht versagen, hier eine im Jahre 1774 erschienene deutsche Uebersetzung des Becliai’schen Werkes in Erinnerung zu bringen, deren erster Theil, vier Pforten umfassend, mir vorliegt. Der Titel dieses 696 Seiten starken Bandes lautet: ״Das Buch der Pflichten der Herzen von Rabbi Bechai, unserem grossen und heiligen Lehrer, dem Sohn Josef, Richter in Spanien. Geschrieben in arabischer Sprache und in unsere hebräische Sprache übersetzt, von dem weisen Rabbi Juda, dem Sohn Chabun. Das Gedächtniss der Gerechten sey