Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- III. (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 193)
- Language
- German
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188 sich hierin einer Genauigkeit befleissigt, die sofort den Mann von Fache verrät. Titel, Verfasser, Druckort und Datum des Erscheinens werden bei der Beschreibung der einzelnen Schriften, unter denen sich viele finden, denen überhaupt noch keine bibliographische Behandlung zu Theil geworden, auf Grund durchaus selbstständiger Einsichtnahme in dieselben angegeben und ausserdem noch immer in einer besonderen Note bemerkt, aus wie viel Blättern resp. Seiten sie bestehen, welche Approbationen sie enthalten, von welcher Zeit diese datiren, und an welchen Stellen sie sowohl in den Hauptcatalogen der jüdischen Literatur, dem Steinschneider’schen für die Bodlejana und dem Zedner’schen für das British Museum, als auch in dem Anhänge, der das von dem Sammler nachgelassene Verzeichniss enthält, beschrieben sind. Mit der Veröffentlichung des letzteren, das 2530 Nummern umfasst, wurde nicht blos einem Gebote der Pietät entsprochen, sondern auch der Wissenschaft ein dankenswerter Dienst geleistet, indem dasselbe zahlreiche bibliographische Bemerkungen und Nachweise darbietet, die nicht übersehen werden dürfen. Dass an ganz vereinzelten Stellen noch Manches der Berichtigung bedarf, wird bei einem solchen Werke wol nicht Wunder nehmen, ist ja selbst der Zedner’sche Catalog, den sich Herr Roest zum Muster genommen hat, nicht ganz frei von Irrungen*). Namentlich ist es hier und da übersehen worden, dass das zur Beschreibung vorgelegene Exemplar defect sei. So wird S. 163 angegeben, dass עין משפט von Nachman Berlin (Berlin 1796) 4 und 16 Seiten habe. Das Buch ist aber mehr als doppelt so stark. Es folgt daselbst S. 17—19, bis wohin die Paginatur reicht, eine Darstellung der Eigenschaften paralleler Linien, hierauf Jesaia 38, 9—22 und Neh. c. 4 mit deutscher Uebersetzung und hebräischem Commentare (14 S.) und am Schlüsse ein Verzeichniss der in der Druckerei der jüd. Freischule in Berlin vorrätigen Werke sammt Preisangaben (3 S.). — Nach S. 257 hat Chagis’s 2 אור קדמון und 29 Bll. hier musste schon die Custode 29 נחזור b darauf führen, dass noch Weiteres folgt. In dem R’schen Exemplare fehlt das letzte Blatt auf dem nach einer kurzen Vorbemerkung das Bussgedicht אראד. יומי חוא מתרחק abgedruckt ist, das das Akrostichon אני אברר,ם an sich trägt und darin sein *) S. 85 das. erscheint Benjamin b. David als Verfasser eines שערי בנימין betitelten Werkes, das 1752 in Zolkiew erschien, auf S. 87 wird ein Benjamin Zeeb b. David als Verfasser der kalendarischen Schrift בן אוני (Smyrna 1738) genannt. Letztere wurde im J. 1751 von dem Verf. noch einmal mit vermehrtem Inhalte in Zolkiew herausgegeben. Diese Ausgäbe lag Zedner nicht vor, allein die Unterschrift in der Vorrede zu שערי בגימן hätte ihn darauf führen müssen, dass der Verf. dieses Buches von dem des בן אני nicht verschieden ist, da er sich in derselben ausdrücklich als dessen Autor bezeichnet (ב״ד ד,קטן .... בעל ממחבר בן אוני ושבט בגימן ושערי ב גי מ ן בגימן במוחרי׳ר דוד זצ״ל מזאמשטש).