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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1877-01-01 · III. (1877) · page 192

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
III. (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 192)
Language
German
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187 von Neuem den Beweis, dass diejenigen über den Talmud am meisten geschimpft haben, die keine Zeile in demselben zu lesen im Stande waren. Hr. Br. Joel hat es auf eine an ihn ergangene Aufforderung übernommen, über die Rohling’sche Schrift ein fachmännisches Gutachten abzugeben. Mit Ruhe, Schärfe und Präcision entwirft er auch für jeden gebildeten Laien verständlich das Wesen des Talmuds und legt in schlagender Weise die Thorheit, Unwissenheit und bewusste Fälschung dar, von der Rohling in seiner Schrift geleitet wird. Wenn die Rohling’sche- Schrift nur dazu gedient hat, gute Gegenschriften hervorzurufen, so hat sie ihren Wert, indem sie indirect dazu beiträgt, Licht über den Talmud zu verbreiten. Dem Joel’schen Gutachten ist die weiteste Verbreitung in gebildeten Kreisen zu wünschen, da man aus demselben sich über den Talmud und über die gegen ihn gerichteten Anfeindungen reiche Belehrung holen kann. A B. 19. Catalcg der Hebraica und iudaica aus der L. RosenthaTsdien Bibliothek, bearbeitet von M. Roest. 2 Bde. Amsterdam, 1875. VIII und 1218 S. Hiezu ein Anhang: -fflD יודע Bibliographisches Verzeichniss eines grossen Theiles der L. RosenthaTschen Bibliothek, vom Sammler selbst beschrieben und handschriftlich nachgelassen hebr. 504 S. Der gegenwärtige Besitzer dieser berühmten Bibliothek, Herr George Rosenthal in Amsterdam hat dem Schöpfer derselben, seinem am 7. August 1868 verstorbenen Vater L. Rosenthal, von dessen literarischer Correspondenz nur Weniges in die Oeffentlichkeit hinausgedrungen ist (s. Kerem chemed 0 S. 44 ff.), mit der Herausgabe dieses von dem tüchtigen Bibliographen M. Roest hergestellten Cataloges ein dauerndes Ehrendenkmal errichtet. Währenddem in den lezten Jahren selbst Männer der Wissenschaft, von denen Besseres zu erwarten gewesen wäre, Cataloge von hebräischen Büchersammlungen lieferten, in denen die Correctheit der Angaben, die das erste Erforderniss einer solchen Arbeit ist, vermisst wird*), hat Hr. Roest *) Es gilt dies sowohl von dem Cataloge der Carmoly’schen (zu Frankfurt a. M. 1875) als auch von dem der Hermann Lotze’schen Bibliothek (Leipzig 1876) hinsichtlich der Beschreibung der hebräischen Bücher, die derselben angehörten. In ersterem sind den Titeln der handschriftliehen Werke einige zum grossen Theile schon von dem Besitzer eingezeichnete belehrende Notizen hinzugefügt. Ohne hier näher auf das in denselben Gebotene einzugehen, wollen wir nur bemerken, dass der unter No. 120 verzeichnete Commentar zum Menorat ha Maor von Josef b. Chalat derselbe ist, der in Juchasin (Ed. London p. 174 vgl. Zunz die Ritus S. 210) einem Josef חלוטה zugeschrieben wird.

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