Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- III. (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 190)
- Language
- German
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185 und der nüchternen Objectivität Eintrag thut. Mag diese Schrift auch manchem Unkundigen Belehrung bieten, die Wissenschaft hat sie nicht weiter gefördert, und sie am allerwenigsten ist geeignet den Boden zu schaffen, auf dem Judentum und Christentum eine geistige Aussöhnung finden sollen, die sich praktisch verwirklichen kann. A. B. 14. Dr. J. H. Witte: Salomon Maimon. Die merkwürdigen Schicksale und die wissenschaftliche Bedeutung eines jüdischen Denkers aus der Kantischen Schule. (Berlin H. R. Mecklenburg 1876. 89 S.) Del* Verfasser dieser Schrift macht es sich zur Aufgabe, das Leben und die Lehre Maimons populär darzustellen, dabei aber auch berichtigend auf frühere Studien über ihn einzugehen. Die Selbstbiographie Maimons macht eigentlich jede andere biographische Darstellung überflüssig. Wer jene gelesen wird sich mit einem dürren Auszüge aus derselben nicht zufrieden geben, und was die Richtung und Anschauung unseres Philosophen anlangt, so wird sich ein endgültiges Urteil darüber erst dann festsetzen lassen, wenn man auch seine anderweitigen handschriftlichen und gedruckten Auf- Sätze wird geprüft und untersucht haben. Bei Aufzählung der Werke Maimons, wäre Seite 45 sein Commentar .גבעת המורד zum Moreh Nebuchim Berlin 1791 nachzutragen. Ueber handschriftliche hebräische Werke Maimons vgl. Geigers Ztschr. IV. S. 189 ff. Die Schrift Wittes, die aus einem Vortrage, gehalten im historischen Verein zu Bonn entstanden ist, zeichnet sich durch klare, leichtfassliche Darstellung aus und wird besonders wegen der äusserst selten anzutreffenden Selbstbiographie des Philosophen bei jedem Leser viel Interesse erwecken. A. B. 15. L. Kotelmann: Die Geburtshülfe bei den alten Hebräern aus den alttestamentlichen Quellen der חורה נביאים וכתובים dargestellt (Marburg 1876. Elwert’sche Verlagsbuchhandlung. 50 S.) Obwohl dasselbe Thema bereits zum Theile ein Jahr früher durch den sei. Leopold Löwe in seinem Buche ״die Lebensalter‘4 (Szegedin 1875 Seite 42—80) ausführlich mit Hinzuziehung nachbiblischer Quellen behandelt wurde, so verdient dennoch vorliegende Arbeit, weil sie sich innerhalb der eng gezogenen Grenzen als gründlich und systematisch erweist, Beachtung und Anerkennung. In vier Capiteln werden die Anatomie und Physiologie der weiblichen Genitalien, Gravidität, Geburt und Verlauf des Wochenbettes in populärer, bündiger und klarer Weise dargestellt, so dass auch jeder des Stoffes völlig Unkundige daraus genügende Belehrung schöpfen kann. Zu Seite 39, Anm. 308, den Kaiserschnitt betreffend, verweisen wir den Verfasser auf Löwrs