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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1877-01-01 · III. (1877) · page 184

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
III. (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 184)
Language
German
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179 nämlich tradirt, dass Abraham’s Mutter Amalthea geheissen habe, da er selbst Ab-Hamon genannt und in Phönicien als Baal-Cham an verehrt wurde, der aber nach der dortigen Sage als ein Sohn der Amalthea gilt, so konnte es mit der Zeit leicht kommen, dass man diesen Beweis für eine selbstständige Ueberlieferung ansah und, um ihr einen Sinn zu geben, Haman für Ab- Hamon eintreten liess. Für authentisch wird man auch den Namen נתבו halten dürfen, in welchem, wie Zipser richtig bemerkt, Kqovoq liegt, עורבתי jedoch und das Mnemonicon sind, wie Hübsch (B. Ch. das. S. 882) mit Recht annimmt, aus Kid. 70 b herübergenommen. Weniger glücklich als hier ist der Yerf. in der Erklärung der übrigen Daten jener mythologischen Hagada: die Mutter Davids hiess Nizebet, Tochter Adiels, die Mutter Simsons Zlelponit und seine Schwester Naschjan. Er erblickt mit Recht in diesen Angaben Variationen des Heraklesmythus, soweit er in Bezug auf Abraham zur Anwendung kam, aber es ist ihm nicht gelungen, die Namen zu entziffern bis auf נשיץ, darin man wol Nvöct erblicken darf, ln עדיאל kann man Ida, die Tochter des Melisseus erkennen, die den kretischen Zeus-Herakles mit Honig nährte (Apollodorus 1,13), גצבת und הצללפוגית scheinen die babylonische Venus darzustellen. Diese wurde nämlich nach Bar-Bahlul (Payne- Smiths, v. שגל (אפתרא und nach Hesyichiins (vgl. Münter, Religion der Babylonier S. 23 A. 1.) genannt. Ueber letzteren Namen ist man im Unklaren, es scheint jedoch, dass er hier zu צללפוגית geworden ist. Was ersteren anlangt, so konnte er, da er für das jüdische Ohr keinen guten Klang hatte, nicht zur Bezeichnung der Mutter Davids verwendet werden. Man ersetzte ihn daher durch das in Ps. 45,10 neben שגל stehende .נצבר und machte zu diesem Zwecke aus dem Verb ein nomen proprium. In der zweiten Abhandlung ״Die Xöyia des Matthäus als Gegenstand einer Satyre“ (S. 65—97) wird gezeigt, dass in der Erzählung von den widersprechenden Bescheiden des ״Philosophen“ über das der Tochter zustehende Erbrecht (Sab. 116) Aussprüche persiüirt werden, die in den untergegangenen köyux des Matthias neben einander gestanden haben müssen. Die dritte Abhandlung (100—131) bietet Beiträge ״zur Erklärung des Barnabasbriefes“, einer Schrift, der in neuerer Zeit eine besondere Aufmerksamkeit zugewendet wurde. Der Verfasser tritt entschieden der Ansicht dass der Verfasser ein Judenchrist gewesen sei. B besizt eine genauere Kenntniss der jüdischen Opferriten, als man sie vor einen Heiden voraussetzen kann, bedient sich hagadischer Deutungen und hat stellenweise Ausdrücke, die an die rabbinische Redeweise anklingen. Dass Barnabas mit dem Bocke, den die Priester am Versöhnungstage verzehren, das Num. 4, 29,11 erwähnte Opferthier im Sinne hat, hat bereits Krüger in der Tübinger theologischen Quartalschrift 1852 S. 616 bemerkt. Es zeigt von genauerer Bekanntschaft worden. Es kann aber auf diese Weise auch die babylonische Atargatis (תחןר.א) bezeichnet worden sein. 11

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