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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1877-01-01 · III. (1877) · page 180

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
III. (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 180)
Language
German
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175 dem Ibn Tibbon mit jeder Faser angehört, zum aristotelischen vovg jcoiyitmoq* ״Der Freund“ sagt Ibn Tibbon zu H. L. 1, 2, ״d. i. die erste Ursache, der erste Factor, oder sein Bote, sein Engel, der mit dem Herrn denselben Hamen hat, d. i. der wirkende Intellect, der mit Metatron identisch ist“.*) Auf ähnliche Weise legt auch Isak Albalag den Metatron zurecht, wie denn auch Ibn Esra, der sonst mit der Hagada leicht umgeht, das Geheimniss dieser mystischen Figur mit einiger Wichtigkeit behandelt (Jesod Mora c. 12).**) Schon mit dem vorliegenden Comm. hat I. T. seiner Zeit einem Richtungsgenossen die gleiche Arbeit erspart***) das Capital seiner Gelehrsamkeit hat er aber in dem Pentateuchcommentare, der hier angeführt wird (24a) und Asulai noch bekannt war, wie in einem grösserem Werke, auf dessen einzelne Abschnitte er verweist (13b, 14b, 16 a, 18a, 20a 26a), hinterlegt. Aus dem reichen Materiale religionsphilosophischer Erörterungen, deren jede sowol wie sie ausgedrückt als wie sie entwickelt ist, manche beachtenswerte Momente darbietet, können wir nur eine einzige Bemerkung hervorheben, die einen exegetischenWert hat. In ששים המה מלכות (H. L. 6, 8) erkennt I. T. nämlieh eine Zahlen-Climax, eine Figur, die in Spr. 30 öfter wiederkehrt ואמרו ושמנים פלגשים אעם זולת הששים אבד מששים* עד שמנים כי כן סגנון החכם הזה כאמרו שלשה המה נפלאו ממני וארבעה לא ידעתים. Im Uebrigen lernt man uns diesem Commentar nur die Geschmacksrichtung und die philosophische Anschauung kennen, die im zwölften Jahrhundert in Spanien vorherrschend war. Wenn man ihn als ein Zeugniss derselben würdigt, ist man ihm in vollem Masse gerecht geworden. *) Die Quelle dieser mystischen Vorstellung ist der Alphabet-Midrasch R. Akiba’s wie Mose Tachau (Ketab Tannin in Oz. Nechmod S. 63 vgl. S. 70) bezeugt. In dem Rabed-Commentare zum Buche Jezira ed. Mantua 5a wird dasselbe aus den grossen Hechalot angeführt מה שנזכד בפרקי היכלות רבתי בענין מטר ומטטרון שר הפנים הנקרא אדני הקטן. Diese Bezeichnung stammt aus Jebamot 16a, wo dem Weltfürsten (שר העולם Kosmokrator) der Vers: ״Ich war ein Knabe“ 11. s. w. in den Mund gelegt wird. Demgemäss heisst er Bamidb. rab. c. 12 schon נער ששמו מטטרון vgl. auch מסלות חכמה No. 10. Angedeutet ist dies im Maarechet Elohut c. IV (ed. Zolkiew 24a). **) Man konnte es nämlich nicht als etwas Zufälliges ansehen, dass nach dem Alphabete R. Akibas Metatron den Namen ״Gott der Kleinere“ führe, das musste doch seinen tieferen Grund haben, und so mag es den Aristotelikern von besonderem Werte erschienen sein, den ״activen Intellect“ auch in der heimischen Literatur erwähnt zu finden. * **) Serachja b. Isak b. Schealtiel sagt in der Einleitung zu seinem Hiob-Commentare (Ed. Schwarz S. 171) ולא עוררתני מאותי לפרש קהלת ושיר השירים כי ראיתי חכמי דורי שפירשו אותם על ררך החכמה בפירוש מספיק; gemeint sind Mose Tibbon’s Canticum- und Samuel Tibbon’s Koheletcommentar (vgl. über lezteren die Mitteilungen in 7 הכרמל S. 160 ff).

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