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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1877-01-01 · III. (1877) · page 175

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
III. (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 175)
Language
German
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170 Schriften älterer Zeit interessante Stücke mitgetheilt sind und gelegenheitlieh religiöse Brauche erwähnt werden, die sich bis in ihre lezten Spuren verloren haben. So erfahren wir wie aus dem Com. zu Levit a. a. 0. auch aus unserer Schrift 5 b, dass ״Erznarren unserer Glaubensgenossen“ so wie die anderen Feste auch den Yersöhnungstag doppelt feierten und daher zwei Tage hinter einander fasteten (גם יש טפשי עולם מדברינו שיתענו שני ימים). Dieser Spott trifft die französischen Gesezeslelirer Isak Halewi, (st. v. 1096) und den vielleicht noch älteren Jehuda b. Baruch, die diesen Brauch einführten*). Beachtenswert ist auch das Gutachten Hai’s über den Gebrauch, zu Anfang des Quatembers kein Wasser zu trinken (9a), das bereits in Abudraham (ed. Prag 97b) aus einer Ibn Esra’schen Schrift, und zwar aus der Sabbatepistel angeführt wird und bei Zeltner (Genaue Untersuchung des seltsamen jüdischen Wahns von dem Tekuphablut S. 87) bis auf zwei Schnitzer richtig übersetzt ist. Die חבמי קירואן sind nämlich nicht ״Gelehrte der Karäer secte“ sondern ״Weise von Kairowan“ und die Worte ולא ירצו לשתות מים שימצאו חגם bedeuten auch nicht ״daher sie kein Wasser trinken wollen, damit ihr Gaumen recht trocken werde“ (er liest nämlich שיצמיאו חבס) sondern ״sie wollen kein Wasser trinken, T .; V das man umsonst findet“. Hai meint man wolle am Anfänge des Jahres oder des Quatembers nichts, was umsonst zu haben ist, gemessen, wie man z. B. ״da Süssigkeiten isst, damit das Jahr versüsst werde.“ Dass die •angeführten Worte diesen Sinn haben, geht aus der Fassung im Ibbur hervor על בן לא נהגו הידורים לשתות בד. מים בעבור שאין לדם דמים. In anderen Worten sagt Hai dasselbe in Resp. Gaon ed. Lyck No. 14 ויש אומרים שהוא משום סימנא בעלמא לפי שאינם רוצים להתחיל בראש התקופה במים שהוא דבר הקל und ed. Jerusalern No. 166 והרי כאן כיון דהתחלה היא חזי להתחיל באוכל ומהק (מתוק .1) ושמן אי נמי בממון שישאל בהלואה דהוי סימן להנאה ואץ מהחילין במים שהן בדבר (כד׳ .1) דק והפקר. Dass das vorliegende Werk Ibn-Esra’s nicht unbeachtet geblieben ist, beweist dessen Benutzung bei verschiedenen Schriftstellern der früheren Jahrhunderte (s. Einl. S. 9, 10). Judaia Bedaresi verzeichnet es indirect unter den trefflichen wissenschaftlichen Schriften der jüdischen Literatur (Resp. Salomon b. Aderet ed. Wien No. 481 ... ר׳ אברהם ן׳ עזרא . .. הוא חבר *) Pardes 182 לקוטים מהלכות אמרכל in Coronel’s Commentarii quinque 23 b : רי׳י הלוי ור' יהודה בר ברוך היו מתענים במחרת יום הכפורים הם ובניהם ותלמידהם ועדין נהגו בו קצת העם vgl. die Endglossen zu Maimuni H. Schebitut Assor No. 2, wo (nicht רייי הלוי ותלמידיו (ותלמידו zu lesen ist, da Jehuda b. Baruch schon von Jacob b. Jakar als ein Grosser seines Zeitalters genannt wird (Raschi Chul. 47 a), Or Sarua H, 281 und daraus Piske Rekanate 167, Kaphtor-wa-Pherach 110b, Meir b. Baruch Resp. No. 76, Orchot Chajim 105 b, Semak 221, Taschbez 137, Zeda-Laderech IY, 5, 7, Agur ed. Offenbach 175 a, Isak Tirnau Minhagim ed. Lüneville 43 b, Tur Orach Chajim 624, Mateh Moscheh 890, Xbn-Susan 60.

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