Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- III. (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 164)
- Language
- German
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159 kann überhaupt nicht auffallen, da der Prophet, von dem darin gesprochen wird, für den 2. K. 14, 25 erwähnte Jona b. Amithai gehalten wurde. Jedesfalls gelangte dieser nicht schon zur Zeit Nehemia’s zum Abschlüsse. — Von erschöpfender Sachkenntniss und emsiger Durchforschung des Quellematerials zeigt die im 4. Abschnitte gegebene Abhandlung über die Ecclesia magna, deren Wirksamkeit der Verf. hier ausführlich darstellen zu müssen glaubte, weil, wie er am Schlüsse desselben nachweist, sie den Prophetenkanon zum Abschlüsse gebracht hat. Ganz unbegreiflich ist es, wie der Verf. S. 118 in dem Fragesaze מי מגאן (Synh. 104 b) eine Rückbeziehung auf דייגים und מלמדי היגוקות das. finden konnte. Schon der Ausspruch . . . עוד בקשו למנות das. hätte ihn erkennen lassen müssen, dass die Erklärung im Raschi-Commentare die allein richtige sei. Uebrigens zeigt die Fassung der Fragen 103b, 104a מפגי מה לא מינו את מינה — מפגי מה לא מגו את אחז u. s. w., dass hier einzig und allein von der Aufzählung der Personen, denen das Antheil am Jenseits abgesprochen wrurde, die Rede ist. Auch was der Verf. über die Bedeutung נתבו (B. b. 14b) sagt (S. 117), will nicht recht einleuchten. Das Verb. כתב ist nirgendswo in der Bedeutung ״Abschriften anfertigen“ im Gebrauche. Er drückt hier den Begriff ״zu einem Buche gestalten“ aus. In der Boraita waltet die Anschauung vor, dass die biblischen Schriften in Palästina in die Oeffentlichkeit traten und man konnte demnach nur annehmen, dass das Buch Ezechiel, dessen Verfasser nie in Palästina gewesen, nur durch die Ecclesia magna derselben übergeben wurde, lieber die Zeit, in der der Hagiographenkanon geschlossen wurde, verbreitet sich der Verf. im fünften Abschnitte. Er gelangt zu dem Resultate, dass der Abschluss derselben in die Zeit des Hohenpriesters Simon II. d. i. in die Mitte des 3. Jahrhunderts ante fällt. Gegen die Argumentation, die ihn zu demselben geführt, Hesse sich Manches einwenden, was hier zu weit führen würde. Beachtenswert ist die S. 158—160 dargelegte Bemerkung, dass die Sprüche der Abot-Tractates als Lehren zu betrachten sind, die den Jüngern bei ihrer Autorisation für die Bekleidung des rabbinischen Lehr- und Richtamts ertheilt wurden. הקדמה גדולה לספי מנחת שי ושער הספר וחתימת החבור שעשה.6 הרב המחבר ידידיה שלמה רפאל בכמהר״ר אברהם נורצי ז״ל Jedidjah Salomo Norzi’s Einleitung, Titelblatt und Schlusswort zu seinem masoretischen Bibelcommentar nach einer italienisehen Handschrift herausgegeben von Dr. Ad. Jellinek, Wien 1876, Brüder Winter, 22 S. hebr., 10 S. deutsch. Bücher, bei denen der Verfasser von Vorneherein weiss, dass sie dem Geschmacke ihrer Leser entsprechen, weil er selbst in demselben gearbeitet hat, bedürfen für ihr Erscheinen keiner Rechtfertigung; sie finden Aufnahme und Verständniss, wenn auch nicht erst in einer Einleitung auseinandergesezt wird, welchen Inhalts sie seien und welche Bestimmung sie in sich tragen.