Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- III. (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 161)
- Language
- German
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166 gewöhnlich mit Schläfe übersetzt wird, scheint aus רקעה zusammengezogen zu sein. Das würde für die Vermutung Grätz’s (S. 156), dass es ein poetischer Ausdruck für מצח sei, sprechen. — Zur Erklärung des schwierigen 4 ,4) לתלפיות) darin Manche ein griechisches Wort erblickt haben (tqojcccIov Deutsch in Ben-Chananja II. S. 264. trjlüTtig Grätz S. 57, 58) schliesst sich der Verf. mit Becht den Exegeten an, welche es von dem Stamme «לפן, verbinden, aneinander fügen, ableiten, nur bedeutet dann תלפיה nicht ״Schaar, Heerschaar“, sondern ״Verbindung, Gefüge“. Man kann בנוי לתלפיות demnach übersetzen: ״aufgebaut in festem Gefüge (לתלפיות ist hier adverbialiter gebraucht wie לרקמות Ps. 45, 15). Dass 5 ,5) עבר) mit demselben Worte in Gen. 23, 16 gleichbedeutend sei, nimmt Samuel b. Meir zur Stelle an, demnach würde mit מר עבר etwa ״unverfälschte Myrrhe“ gemeint sein; ״frei ausfliessend,“ wie der Verf. S. 123 annimmt, steht selbst für דרור noch nicht so fest. In 12 ,5 יושבות erblickt der Verf. einen Plur von ישפה. Die Augen werden demnach hier mit ״Jaspisen in der Fassung“ verglichen. Es ist aber nicht so ausgemacht, dass מלאת hier ״Einfassung“ bedeutet. Es scheint hier eine poetische Bezeichnung für ״Teich“ (Platz, der mit Wasser gefüllt, ist) zu sein על מלאת wäre dann synonym mit על אפיקי מיש. Ohnehin gehören die Participe רוחצות und יושבות zu יונים und nicht zu עיניך. Der Vers wäre demnach zu übersetzen: ״Deine Augen sind wie Täubchen an Wasserquellen, die in Milch sich baden (d. h. rein weiss sind) am Teiche sitzen.“ Der Dichter scheint mit dem Bilde der Taube, das er für das Auge gebraucht, den sanften Blick derselben zu bezeichnen, mit einer Quelle und einem Teiche vergleicht er es. hinsichtlich seiner Klarheit (die Quelle selbst ist ja nach ihrer hebr. Bezeichnung ein ״Auge“ der Erde). Im Allgemeinen zeigt sich dieser Commentar durch eine auf reiches und universelles Wissen gegründete Behandlung der vielen dunklen Stellen, die in dem H. L. Vorkommen, aus und wenn man auch mit dem Verfasser nicht in allen Einzelnheiten übereinstimmen kann, so ist doch aus seinem Buche mannigfache Belehrung und Anregung zu schöpfen. Es bleibt trotz seiner Mängel eine dankenswerte Bereicherung der exegetischen Literatur. 5. Studien zur Geschichte der Sammlung der althebräischen Literatur von J. S. Bloch, Rabbiner. Leipzig, Leiner. 1875. 8 und 160 Seiten. Die Berichte, welche über den Abschluss des biblischen Kanons sich erhalten haben, leiden ausserdem, dass sie ziemlich dürftig sind und über die Hauptsache fast völliges Schweigen bewahren, an einer so verwirrenden Un- הגלעד והוא לשון המבואר בתלמוד פ׳ כל שעה החליטה מי נלשים על הקמח . .. כי ידוע בעת .שהבהמה מחוממת ומזיעה השערות שלה שוכבות זו על זו כאלו נפרקים במסרק ומסודריס