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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1877-01-01 · III. (1877) · page 148

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
III. (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 148)
Language
German
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belehrt sie nun ihre Zuhörerinnen, lasset die Liebe nicht wach und rege werden, bis sie das Wesen gefunden, an dem sie ihr Wohlgefallen findet (1, 7-2, 8)*). 4. Sulamit erwacht aus ihrem Liebestraume und wiederum ist es ihr, als ob der ersehnte Freund zu ihr herannahte, sie sieht ihn kommen, sie glaubt seinen Zuruf zu vernehmen, wie er sie einladet, ihr zu folgen und des würzigen, liederreichen Frühlings zu gemessen. Kaum hat sie den Töchtern Jerusalems dies erzählt, da spricht er wirklich zu ihr: ״Mein Täubchen im Felsenritze, in der Steige Kluft, lass mich dein Angesicht sehen, lass mich deine Stimme hören, denn deine Stimme ist anmutig und lieblich dein Antlitz״ Da er in dem ersten Zurufe (10—14), den sie vernommen zu haben glaubt, von den knospenden Reben gesprochen, so erinnert sie sich an den eigenen *) Die Anrede des Freundes (v. 9) ״Einem Rosse an Pharao’s Wagen vergleiche ich dich“, lässt sich mit seinen bisherigen Worten (v. 8) nicht gut in Zusammenhang bringen. Kämpf theilt sie daher dem Könige zu, der mit dem Hirten um Sulamits Liebe wetteifernd sich bewirbt. Man muss, wenn der Leztere Beides gesprochen haben soll, zwischen v. 8 und 9 eine Pause eintreten lassen und annehmen, dass nach Verstreichung desselben der Freund wieder das Zwiegespräch eröffnet hat. Zu der gleichen Annahme ist man auch bei der Erklärung der Aufeinanderfolge von 1, 17 und 2, 1 genötigt mit dem Unterschiede, dass hier Sulamit den unterbrochenen Austausch von Liebesschmeicheleien wieder begonnen hat. Wenn man vermuten dürfte, dass 2, 1—4 (אני—לחכי ursprünglich zwischen 1, 8 und 9 seinen Platz gehabt hat, so wäre damit alle Unklarheit geschwunden. Der Dialog erhielte dann durch 1, 16, 17 einen passenden Abschluss und es liesse sich nach der Stimmung, von der der Dichter Sulamit beherrscht sein lässt, wohl erklären, dass sie bei dem Gedanken, mit ihm in einem Hause zu wohnen, von der schmerzvollen Liebessehnsucht ergriffen wird, von der sie in 2, 5—7 spricht. — In der Partie 1, 8—2, 8 ist auch in sprachlicher Hinsicht noch Manches festzustellen. Man hat bisher noch nicht darauf hingewiesen, dass die Construction סופתי ברכבי (Y. 9) ihre Analogon an 3,1) משכבי בלילות) hat. Weder da noch dort ist die Endsilbe des ersten Wortes Pronominalsuffix, sondern blos in poetischer Rede üblicher Bindelaut, wie in אסרי לגפן (Gen. 49, 11) .שכני סגד (Deut. 83, 16). היושבי בשמים (vgl. auch Ibn Esra z. St. Samuel b. Meir bemerkt zu dieser Stelle ואין יוד יתירה בו במו רבתי עם חיושבי בשמים; es ist wahrscheinlich zu lesen ואות יוד וכוי). Man wird daher v. 9 zu übersetzen haben ״einem Wagenrosse Pharao’s vergleiche ich dich, meine Freundin“, so wie auch im allgemeinen Sinne: ״auf nächtlichem Lager“ u. s. w. Der Plural בלילות weist hier ebensowenig wie in 3, 8 (vgl. Ps. 91, 5) auf mehrere Nächte hin, und so darf man auch den Plural ’9 ,1) גרנב) nicht strict nehmen. — In 2, 1 fordert e& der Pa«

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