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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1877-01-01 · III. (1877) · page 141

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
III. (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 141)
Language
German
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136 der Leopoldstadt“ (Wien 1864) findet. Dem dort Gesagten ist noch hinzuzufugen, dass derselbe auch als Rabbiner in Wien erwähnt wird. Chajim Bachner theilt in 52 ברכות הנחנין a in dessen Namen eine Erklärung der Soharstelle, in der 1648 als Erlösungsjahr angegeben wird, mit, durch welche nachgewiesen wurde, dass dieselbe in einem andern Sinne zu verstehen ist אציג לפניך מה שהה' הגאון מוהר״ר פי יבש ז״ל שהיה ר״מ ואב״ד בקייק ווינא ואח«כ נתקבל לנשיא .בא״י בבשרו צדק בקהל רב בקי׳ק ווי נא אמ״ש הזהר ששנת ת״ח היה עת הגאולה Ueber die aus Wien vertriebenen Juden (S. 50) Hessen sich in Schriften des 17. u. 18. Jahrhunderts manche Nachrichten ausfindig machen. Wir wollen hier nur erwähnen, dass ein Sohn Sacharja Lewi’s, Josef, sich nach Kremsir wandte und daselbst ein Lehrhaus gründete. Ein Enkel desselben, Josef Oettingen, berichtet darüber in der Vorrede zu seinem עדות ביוס^ ddo. 1741: ואבי אמי הרבנית ת׳ היה שמי אשר שכוי בקרבו ה״ה הנדיב והחסיד מוהד״ד יוסף בהמנוח המפורסם מורד״ר זכריה זחל מוויגא אשר בנה בית עולמים בלבו התמים ועדיין בית מדרשו קבוע בקרעמזיר. — S. 86 war zur Kennzeichnung der freudigen Stimmung, welche das Toleranzpatent Kaiser Josefs II. in den jüdischen Kreisen Wien’s hervorgerufen hat, auf) eine Schrift des jüdischen Dramendichters David Benedict Arnsteiner zu verweisen, in welcher derselben begeisterter Ausdruck gegeben wird. Der Titel derselben, der in Fürsts bibl. jud. I, 55 ungenau angegeben ist, lautet: ״Einige jüdische Familienscenen bey Erblickung des Patents über die Freyheiten, welche die Juden in den kaiserliehen Staaten erhalten haben. Von einem jüdischen Jünglinge Namens Arenhof. Wien bei Rudolph Gräffer 1782“. (19 S. 8). In vier Scenen werden die Rudimente eines Drama’s geliefert. Ein Vater giebt, nachdem er das Patent gelesen, seinem Sohne die lange versagte Erlaubniss, seine Geliebte heimführen zu dürfen. ״Nun kannst Du heirathen, mein Sohn! itzt darfst Du Mensch seyen, und es ist Wohlthat Geschöpfe auf diesz irdische Paradies zu setzen, da ein Fürst regiert, der seine Unterthanen hienieden mit all’ dem Glücke beschenkt, dass man sich himmlisch dachte“. Es ist dies die erste Schrift, die in Wien ein Jude in deutscher Sprache verfasst hat*). Arnstein (geb. 15. Octbr. 1765), war damals erst 17 Jahre alt (vergl. seine Biographie in Sulamith 3. Jahrgg. 1. Bd. S. 245—249). *) Die Sympathie, die Josef n. in den Herzen seiner jüdischen Unterthanen zurückgelassen, hat nach seinem Tode mehrfachen literarischen Ausdruck gefunden. Eine Biographie dieses ihres Befreiers konnte in ihrer Mitte zahlreiche Leser finden. Im J. 1799 gieng aus der Josef Roszmann’schen Druckerei in Brünn eine in deutscher Sprache verfasste ״Lebensbeschreibung Josef’s II.“ in hebr. Lettern hervor, (8. 147 S.) Der Herausgeber bemerkt auf dem Titelblatte: Um der jüdischen Nation dieses berühmte Werk gemeinnütziger zu machen, haben wir es mit hebräischen deutschen Lettern in unserer Druckerei aufgelegt, hoffen daher das Vergnügen der gesammten jüdischen Nation und ihren

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