Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- III. (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 138)
- Language
- German
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— 133 -יי• über den Kusari (Strack a. a. 0.) ist noch Neubauer Rapport sur une mission dans le midi de la France p. 23 zu nennen, wo mehrere alte Commentare zu demselben nachgewiesen werden. — Die Widersprüche und Unwarheiten, an denen F.’s Berichte über seine Thätigkeit leiden, sind im Uebrigen von Strack so vollständig und zugleich in so überzeigender Weise nachgewiesen worden, dass nichts weiter hinzuzufügen ist. Wir wissen endlich, dass wir über den ältesten Aufenthalt von Juden auf der Bosporushalbinsel nur die wenigen griechischen Inschriftendocumente besitzen, die M. A. Levy (Jahrbuch für die Geschichte der Juden 2, S. 273) besprochen hat, und alles Sonstige auf Erfindung und berechneter Täuschung beruht. Strack hat sich damit ein weitreichendes Verdienst erworben, dass er das Treiben Firkowitsch’s blosgelegt hat. Man wird von nun an auf der Hut sein und nicht auf Firkowitsch’sche Documente und Manuscripte sich so unbedingt verlassen, wie es selbst von besonnenen Forschern, die von seinen Manipulationen keine Ahnung hatten, geschehen ist. 3. Geschichte der Juden in Wien. (1156—1876) von G. Wolf, Wien 1876, Hölder 282 S. 8. Im Jahre 1815 erschien in der ״Sulamith“ (Jahrg. 4 Bd. 2 S. 217241־» 289296־) eine ״Geschichte der Israeliten in Wien und im Lande unter der Ens vom J. 1156 an bis in den (!) gegenwärtigen Zeiten, aus Urkunden und schriftlichen Verhandlungen gezogen,“ eine recht gründliche von reicher Sachkenntniss zeigende Arbeit, die aber mit anderen lesenswerten Schriften das Geschick theilt, unbekannt und unbeachtet zu bleiben. Dem Verfasser des vorliegenden Werkes, der seine Quellen aus erster Hand hat, über ein reiches Urkundenmaterial verfügt und wie seine früheren Werke und Auf- Sätze darthun, schon seit Jahren mit der Erforschung der Geschichte der Juden in Wien beschäftigt ist, hätte die Kenntniss jener Vorarbeit vielleicht keinen wesentlichen Nutzen gewährt, dennoch aber durfte sie, zumal sie Manches enthält, wovon sonst nirgendswo Erwähnung geschieht, nicht mit Stillschweigen übergangen werden. Was nun das Buch selbst betrifft, so erhalten wir in demselben eine sehr ausführliche, fast nichts übergehende Darstellung aller der einzelnen Thatsachen, aus denen die Geschichte der Juden in Wien seit der ersten Zeit ihrer Ansiedlung daselbst bis in die allerjüngste Gegenwart sich zu- 4a, über ihn: ״Maimuni’s Worte“, sagt er, ״sind näher der Wahrheit als der Falschheit, Gersonides Aussprüche näher der Falschheit als der Wahrheit, Jehuda Halewis Lehren aber sind alle wahr“ (דברי תרמב״ם קרובים אל תאמת יותר מן חשקר ודברי הרלב״ג קרובים אל תשקר יותר מן דאבות ודבדי ד,"ר יתודה תלוי כלם אמת.