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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1877-01-01 · III. (1877) · page 136

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
III. (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 136)
Language
German
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131 Nachträge und Berichtigungen aus, |zu denen nur hinzuzufügen ist, dass in Epigraph No. 18 לחמשיר (S. 77) in להישיר zu emendiren und in Epigraph 91 (Z. 14 S. 63) ויחיץ (er scheide ab) für ונלחץ zu lesen ist. Es wäre zu wünschen, dass auch die weiteren Theile des Katalogs, welche sich über die handschriftlichen Werke rabbanitischer und karäischer Autoren erstrecken sollen, mit derselben Sorgfalt und Sachkenntniss bearbeitet werden, wie es bei diesen der Fall war, und zwar ist dies um so nötiger, als gewiss auch diese von Fälschungen nicht frei geblieben sein werden. 2. A. Firkowitsch und seine Entdeckungen, ein Grabstein den hebräischen Handschriften in der Krim von Dr. Hermann L. Strack, Leipzig 1876, Hinrichs. 44 S. Mit unwiderleglichen Gründen weist der mit reicher Kenntniss der einschlägigen Literatur ausgerüstete Verfasser in dieser an den Catalog der hebr. Handschriften in St. Petersburg sich anschliessenden Schrift nach, dass wie die Epigraphe, die angeblich aus dem 4. Jahrtausend stammen, auch die Grabschriften, in denen Data aus jener Zeit Vorkommen, das Stempel der Firkowitsch’schen Fälschung an sich tragen. Die ältesten Epitaphe, die man auf dem karäischen Todtenacker in Tschufutkale entdecken kann, reichen nicht über das 13. Jhdt. hinauf (s. Anm. 15 S. 14). Man kann die Frage über die Echtheit jener Data durch die das ganze Beweismaterial erschöpfenden Untersuchungen Stracks als erledigt betrachten. Es ist kein Moment, das auf die Erkenntniss der Fälschungen hinleitet, übersehen*), kein Wort, das in dieser Frage gesprochen wurde und hier irgendwie Aufschluss zu geben geeignet ist, vergessen worden**), so dass man, was der vorliegenden Schrift einen besonderen Wert verleiht, durch sie über dieselbe völlig orientirt wird. Von besonderem Interesse ist der S. 16—30 in Uebersetzung mitgetheilte und vortrefflich commentirte Brief Firkowitsch’s an Bobowitsch. Wir heben aus demselben die Angabe S. 16 hervor, dass Isak Sangari die von dem Könige an ihn gerichteten Fragen und seine eigenen Antworten in ein Buch zusammen fasste. ״Dieses gerieth *) Auch die künstliche Bezeichnung des Jahresdatums auf der Grabschrift Isak Sangaris wird (S. 9, 10) als Beweis für die Unechtheit derselben hervorgehoben, was bei der Prüfung der Epigraphe nicht beachtet wurde (s. S. 130). **) Wir möchten hier nur noch auf eine Abhandlung Wunderbars über einen bei Mitau aufgefundenen alten hebräischen Grabstein (Allgemeine Ztg. d. Judenth. 1857, S. 9 ff.) hinweisen, wo derselbe mittheilt, Firkowitsch habe ihn versichert, dass in der Krim Grabschriften aus der vorchristlichen Zeit vorhanden seien, auf welchen die Abkürzungen יצ״ו ,לפ״ק לפ״ג und ז״ל Vorkommen. 9*

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