Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- III. (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 134)
- Language
- German
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129 verleiht, das ist die sorgfältige Prüfung der Echtheit jener Epigraphe sowol als auch einzelner erheblicher Varianten, die sich in einzelnen Texten vorfinden. Durch die auf autoptische Einsicht und gründliche Beweisführung gestützte Untersuchung, die sie denselben widmeten, ist es nämlich für jeden, der mit dem Gegenstände der Untersuchung nur einigermassen vertraut ist, bis zur Evidenz klar gemacht, dass gewisse Lesearten künstlich in den Text hineingetragen*) und die Jahreszahlen und historischen Angaben in den Epigraphen, so weit diese selbst nicht ganz fabricirt sind, in wolbewusster Absicht gefälscht wurden. Die Beweise dafür sind so deutlich und in so reichem Masze vorhanden, dass man sich nur darüber wundern kann, dass die Authenticität dieser Documente je geglaubt wurde. Nicht weniger als acht offenliegende Kriterien der Unechtheit stempeln schon das erste angeblich dem J. 805 angehörende Epigraph (S. 4 ff.) zu einem wertlosen Falsificate (s. S. 6 u. 7) Der Gebrauch der Bezeichnung J״S (= פרט גדול Z. 30), der höchstens 600 Jahre alt ist, würde allein schon ausreichen, um dasselbe als ein jüngeres Machwerk zu kennzeichnen. Auch in Epigraph 66 (angeblich von anno 092 S. 58) ist פ״ק Z. 13 ein Verräter späterer Abfassungszeit. Wir finden לפ״ק noch in einem dritten von den Verfassern als unächt erkannten Epigraphe und zwar in Nr. 78 (S. 80 Z. 0.) **) Zur Fabrication dieses Documentes verwendete Firkowitsch auch den in Ibn Ganach’s Rikmah (Pf. 30 Ed. Goldberg S. 1^7) erwähnten Namen eines palästinischen Schriftkundigen. J. G. beruft sich nämlich daselbst auf ein grammatisches Buch eines Jerusalemers (wahrscheinlich desselben mit Namen nicht bekannten Sprachgelehrten, der, wie Ibn Esrain der Vorrede zu Mosnajim berichtet, acht Bücher grammatischen Inhalts verfasst hat) und berichtet dann dass M a r-J ak0 b h a־C h 0 g e g (ha-Levi?) dieses Buch in eigener Abschrift aus Jerusalem mitgebracht habe***). In genanntem Epigraphe wird nun ein Mose ha-Chogeg b. Jakob *) Saphir, der mit Firkowitsch in Palästina verkehrte, scheint durch ihn erfahren zu haben, dass in mehreren Codices in Sach. 14, 5 ובסתם für ונסתם gelesen wird. Er will daher (אבן ספיר II. S. 227) diese LA. in Seder Olam r. c. 20 Anf. angedeutet finden, was entschieden falsch ist. Diese Stelle wird das. als Zeugniss dafür angeführt, dass das Erdbeben zur Zeit Usias war. **) In der Schlussbemerkung zu No. 67 S. 92 wird angegeben, dass in Epigraph 104 die Bezeichnung לפ״ק vorkomme, die man aber thatsächlich in demselben nicht findet. In dem echten Epigraph No. 111 (S. 186) ist פ״ק wirklich nicht im Gebrauche. ***) דברים לאיש ירושלמי (nämlich über כרתו יערת Jer. 43, 26) ןהראיגום בזת איגגי זוגד שמו פירש בו תרגו חילת תגמשלים ביער. . .ואמר עוד בו: כרתו יערת פועל ומספר ה איש הירושלמי ההוא .. . (Jer. 48, 15) מולן» כמו שדד מואב ועריה עלה בקבוץ ... וזה הספר הנזכר הביא אצליגו מר (Ez. 32, 20) דיקחי קריאת משכו אותה יעקב החוגג הליוגו (תלוי ג״ע .1?) מבית המקדש והיה בכתב ידו. 0