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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1877-01-01 · III. (1877) · page 125

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
III. (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 125)
Language
German
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IV. Interpolationen in älteren ra'b'binischen Werken durch Karäer von Dr. S. Adler. Wiesner hat in Gibath Jeruschalajim durch eine Anzahl Belege die Wahrscheinlichkeit zu begründen gesucht, dass die Hand der Karäer im jerusaleniischen Talmud durch Einschaltungen in ihrem Sinne sich merkbar gemacht habe. Geiger (jüd. Zeitschr. VIII S. 227 ff.) hat diese Beweise unbegründet gefunden und entschieden abgewiesen, später in seinen Vorlesungen (nachgelassene Schriften B. II. S. 128) dieselben sogar belächelt. Das Thema wurde, meines Wissens, von der wissenschaftlichen Welt seitdem nicht berührt. Dennoch glaube ich ziemlich deutliche Spuren entdeckt zu haben, dass die ältesten Karäer zu einer Zeit, in der die Pflege rabbinischer Gelehrsamkeit in Palästina tief herabgesunken war, die palästinisch-rabbinische Literatur aber in Babylonien noch sehr selten oder völlig unbekannt war, wo also die Fälschung ziemlich sicher vor Entdeckung bleiben konnte, sich kein Gewissen daraus gemacht haben, den palästinischen Talmud sowohl als auch andern paläst. Werke der Rabbinen durch Einschaltungen in ihrem Sinne zu corrumpiren. Es lässt sich erwarten, dass es den Karäern hauptsächlich darum zu thun war, ihrer Auflassung von ממחרת השבת, welche den wichtigsten Differenzpunkt zwischen ihnen und den Rabbaniten bildete, Geltung zu verschaffen. Und so finde ich, diesen Punkt betreffend, in drei paläst. Werken der Rabbinen drei Stellen, die mehr oder weniger entschieden ihre karäische

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