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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1877-01-01 · III. (1877) · page 119

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
III. (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 119)
Language
German
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114 nit kam eben — das man dir die schult wirt geben — ach ein boesem hunt in deinem haus un’ angebunden soltu nit leiden — das ist die meinung wo du keinst so soltu scheiden meiden — ob du entlehnst von deinem chawer ein keli oder ein pfert — nuz es zu derselben erbeit da du es host zu begert-— du keinst es wol aso aus richten — un’ denn dein bett soltu schlichten — un’ wenn du host gessen dein sett — ee du gest zu bett — so soltu dein händ Wäschen — un’ zu leien krias Schema soltu nit vor gessenun’ auch dein feint soltu vor zeihen — du solt schlofen un’ gedeihen — un’ den schüch den gelinken — soltu vor auf rinken 135) — und der noch zieh aus dein rechten schüch — un’ im bett zieh aus dein hemd un’ brüch — un’ in einer fiusterer kamern soltu nit nacket gehn — dein bett soll zwischen misrach un’ maareb136) sten-hosto ein weifa so nimm sie auf ein ort — red mit ihr kein schalk haftig wort — ein red zwischen man und weifa wie klein sie geschieht — es wirt alles kommen vor gericht — auf dem bett soll sich keiner mit seinem weifa nit zenken — un’ an keine andere solt er gedenken — aus deinem becher zu trinken un’ in ein andern zu sen — das loss dir ach nit geschehenhungrik gegen dem schabbes soltu sein — un’ hab fleisch un’ fisch un’ guten wein — kaf noch deiner vor moeg — das gegen dem schabbes wol toeg — dein bett soltu schlichten — dein tisch soltu richten — dein heibt soltu zwagen — un’ keiner leie bei dir tragen — an allen enden soltu um dich greifen — un’ dein messer soltu schleifen — schneid ab dein nägel un’ werf sie in das feuer — wein zu kiddusch 137) soll dir nit sein zu teuer — haend un’ fuess sollen ach sein rein — die mizwah ist nit klein.-tu von dir all seufzen un’ leit — dein tisch un’ baenk soln sein bereit — mit wisch tischlich un’ hant zwehlen 138) soltu sie schmueken — un’ die haefen aus dem 135) Vgl. aufrinken, fibulam solvere. Im Schmuel-Buche wird aufpreisen hierfür gebraucht, vgl. dasselbe Wort bei Grimm. 186) Osten und Westen. 137) Gebet am Sabbatabend. 138) Zwehlen vgl. dwehle, dwehel, ahd. dwahila, mhd. gewöhnlich twehell, twehel, ahd. twahilla, zwehel, zwähel, leinenes Tuch zum Abtrocknen. Moses Schädel b. Abraham hat in seiner Ausgabe der Pessach-Haggada mit dem Commentar חלקת מחוקק auf der ersten Seite die Bräuche bei diesem f este in jüd.־deutscher Sprache zusammengestellt. Daselbst findet sich neben

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